Hier ging es um alles! Der süße Johannes Warmuth ist gefeierter Ausnahme-Chocolatier. Nun wurde der gebürtige Kärntner zum "Chocolate Master Central Europe" gekürt. Das bedeutet, dass er 2026 als einer der 15 Finalisten aus 45 Nationen Österreich und Deutschland beim größten Schokoladenwettbewerb der Welt in Brüssel vertreten wird.
"Ich finde es total arg und habe es noch nicht realisiert! Ich vertrete beide Länder, Deutschland und Österreich. Das ist eine Hausnummer! Ich freue mich auch sehr über Glückwünsche aus Japan und Australien und verstehe dadurch, welche große Reichweite der Sieg hat", so der Mittdreißiger zu "Heute".
Sein Schokoladen-Schaustück, das ihm heuer den Titel einbrachte und die Fachwelt überzeugte, kann nun besichtigt werden. Wo? In der Schokoladenwelt von Maître Chocolatier Helmut Wenschitz, in Allhaming in Oberösterreich. Hier kannst du dir den Wettbewerb ansehen.
"Das ist die Königsdisziplin der Chocolatiers, ich träume davon seit ich 15 bin. Man muss sich bewerben, dann wird man ausgewählt." Es gab im Vorfeld 50 Einsendungen – dann kamen sieben in den Vorentscheid. "Investiert habe ich rund 20.000 Euro in die Teilnahme. Die Rohstoffe sind teuer. Ich habe viel geübt, Formen angefertigt. Das ist wie Bildhauerei, man entwickelt Modelle. Beim Wettbewerb hat man dann vier Stunden Zeit für das Schaustück. Meines wiegt ungefähr 60 Kilogramm und hat die Maße 80 mal 80 Zentimeter."
Der gebürtige Kärntner aus Himmelberg wuchs in einer Gastronomenfamilie auf. Seit seiner Kindheit schwärmt er für die Zubereitung von Süßspeisen. Nach seiner Kochausbildung absolvierte er noch eine Konditorlehre.
Dann ging es ins Ausland, wo er noch mehr dazu lernte. In seinen Kreationen verbindet der Berufsschullehrer nun traditionelles Handwerk mit innovativem Design.
Der junge Mann hat schon während seiner Ausbildung erste Preise abgesahnt. Beim Lehrlingswettbewerb wurde er Erster, bei der Kochkunstausstellung in Klagenfurt war er gleich mehrfach Preisträger und auch beim Wiener Zuckerbäckerball überzeugte er.
Im letzten Wettbewerbsteil, "Pastry Play" hat der Konditormeister ein Dessert aus Kirsche, Pinienkernen, Portwein und Schokoladenmousse kreiert. Das bezaubernde Schimmern seines Chamäleons erzeugte er über eine Folie in Regenbogenfarben – so konnte der experimentierfreudige Kärntner das gesetzte Thema stilecht aufgreifen und die Juroren begeistern.