Die britische Sängerin Keisha Buchanan hat erstmals öffentlich über ein schwer traumatisches Erlebnis gesprochen: In einem Podcast enthüllte die 41-Jährige, dass sie im Jahr 2000 mit gerade einmal 16 Jahren verschleppt wurde.
"Ich hatte da diesen Vorfall direkt vor meinen Prüfungen, bei dem ich entführt wurde", erzählte sie. Nach der Schule sei sie von einem Mann mitgenommen und mehrere Stunden festgehalten worden. "Für ein Kind ist das eine lange Zeit", blickte sie zurück.
Der Zeitpunkt der Entführung fiel mit dem Aufstieg der Sugababes zusammen. Die Debütsingle "Overload" erschien im September 2000 – genau in dem Jahr, in dem Buchanan eigentlich ihre Abschlussprüfungen hätte ablegen sollen. Ihre Eltern entschieden, dass der Schulweg nicht mehr sicher sei. Den Abschluss holte sie nie nach.
Eine Pause gab es nicht. "Ich glaube, ich habe es einfach irgendwie verdrängt und musste dann zurück in die Promotion für unsere erste Single", erinnerte sich die Sängerin. Nach dem Erlebnis holet sie sich professionelle Hilfe. "Ich bin tatsächlich, seit ich 16 bin, eine Verfechterin von Therapie."
Die Details des Vorfalls behält Buchanan bewusst für sich. Sie wolle die ganze Geschichte in ihrem geplanten Buch erzählen. Darin sollen auch die turbulente Bandgeschichte, ihr Rauswurf 2009 und der lange Streit um die Namensrechte aufgearbeitet werden.
Buchanan gehört seit 1998 zu den Sugababes und gewann Anfang dieses Jahres "The Masked Singer" in Großbritannien. Mit den Gründungsmitgliedern Mutya Buena und Siobhán Donaghy kämpfte sie um die Namensrechte, die das Originaltrio 2019 zurückerhielt.