Super-League: Investor entgehen 6,1 Milliarden Euro

Die englischen Vereine stiegen als erste Klubs aus der Super League aus. 
Die englischen Vereine stiegen als erste Klubs aus der Super League aus. Imago Images
Die Super League wird als einer der größten Flops in die Fußball-Geschichte eingehen. Nun sprang auch Investor JP Morgan ab. 

In der Nacht von Sonntag auf Montag hatten zwölf europäische Topklubs aus England, Spanien und Italien (Manchester United, Manchester City, Liverpool, Tottenham, Arsenal, Chelsea, Real Madrid, Barcelona, Atletico Madrid, AC Milan, Inter Mailand und Juventus) die Super League aus der Taufe gehoben. Nach schweren Fan-Protesten haben mittlerweile zehn der zwölf Vereine ihren Austritt vermeldet. 

Dabei war den Klubs ein Geldregen versprochen worden. US-Investor JP Morgan hatte angekündigt, 3,5 Milliarden Euro in die neue Liga zu pumpen. Die Summe hätten die Klubs über 23 Jahre mit 264 Millionen Euro pro Jahr plus Zinsen zurückzahlen müssen, berichtete der "Spiegel". Am Ende des langfristig angelegten Deals hätte die US-Bank 6,1 Milliarden Euro eingenommen. 

Doch die Fans nahmen die Liga nicht an, kein TV-Sender gab ernsthafte Gebote für die Übertragung ab. Nach dem Ausstieg der englischen Vereine war das Projekt schnell gescheitert. 

US-Investor bereut Engagement

Deshalb erklärte die US-Bank nun, den Deal mit den europäischen Klubs zu bereuen. "Wir haben falsch eingeschätzt, wie dieses Geschäft von der breiten Fußballgemeinde beurteilt wird. Und wie es sie in der Zukunft betreffen könnte. Daraus werden wir lernen", erklärte ein Unternehmenssprecher am Freitag. 

Die 3,5 Milliarden Euro hätten demnach "ausschließlich für die Entwicklung ihrer Infrastruktur und zur Abfederung der Auswirkungen der Covid-Pandemie" verwendet werden sollen. Die Super League war als direkte Konkurrenz zur Champions League gedacht gewesen. UEFA und FIFA hatten den Vereinen mit scharfen Sanktionen gedroht. 

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