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"Super Mario Bros. Wonder" – Vorschau auf den Mega-Hit

It's a Me, Mario! Auf der Nintendo Switch bekommt unser Held bald ein neues Abenteuer spendiert. Wir haben "Super Mario Bros. Wonder" angespielt.

Rene Findenig
Mutanten-Mario? Das neue "Super Mario Bros. Wonder" dürfte ein richtiger Videospiel-Hit werden.
Mutanten-Mario? Das neue "Super Mario Bros. Wonder" dürfte ein richtiger Videospiel-Hit werden.
Nintendo

Nach dem 3D-Ausflug unseres Nintendo-Lieblingshelden in "Super Mario Odyssey" geht es mit "Super Mario Bros. Wonder" am 20. September auf der Nintendo Switch zurück in altbekannte 2D-Welten, wie wir sie zuletzt 2012 mit "New Super Mario Bros. U" erleben durften. Altbekannt gilt aber nur für die 2D-Grafik, denn "Super Mario Bros. Wonder" zeigt aber der ersten Sekunde des ersten Levels, dass das Game nur so vor frischen Ideen sprüht und Experimente wagt, statt sich auf dem bisherigen Erfolg und Konzept auszuruhen. "Heute" konnte bereits in die ersten Level der Spielwelt von "Super Mario Bros. Wonder" hineinschnuppern, einige neue Gameplay-Mechaniken ausprobieren – und geriet dabei ganz schön ins Staunen.

Der Spielstart stellt euch gleich mal vor die Qual der Charakter-Wahl, denn man darf sich einen von insgesamt zwölf Charakteren entscheiden. Diese Entscheidung ist aber nicht rein optischer Natur, denn die Wahl bestimmt auch gleich den Schwierigkeitsgrad des Games. Während Mario, Luigi, Peach und Daisy sowie die drei Toads sich ganz klassisch steuern und über dieselben Fähigkeiten verfügen, machen die vier Yoshis das Spiel leichter – weil sie keinen Schaden von Gegnern nehmen, ihren Flatterflug nutzen sowie Items verschlucken und ausspucken, aber keine Power-ups nutzen können. Ein Zwischending ist Mopsie, da das Klau-Kaninchen Schaden nur bei Abgründen nimmt und ebenfalls auf Power-ups verzichtet.

Mit bis zu vier Spielern ins Abenteuer stürzen

Neu ist auch, dass man das Spiel je nach Wahl alleine oder mit bis zu vier Spielern bestreiten kann, wobei jeder Spieler eine eigene Figur steuert. Das macht riesigen Spaß, denn einerseits funktioniert das gemeinsame Spielen sogar auf einer einzigen Switch-Konsole, andererseits spielt man nicht nur gemeinsam, sondern kann auch die Phantome von besiegten Freunden "wiederbeleben" oder aber als Yoshi andere Figuren auf seinem Rücken herumtragen. Online weitet sich das sogar noch weiter aus, denn da lassen sich Räume mit bis zu zwölf Spielern einrichten, die sich dann in unterschiedlichen Besetzung bis zu vier Spieler in die Levels stürzen dürfen. Alternativ kann man aber auch Rennen veranstalten, wer zuerst das Level schafft.

    "Super Mario Bros. Wonder" sprüht nur so vor Kreativität, und das merkt man bereits in den ersten Levels, die sich wie alle vollkommen unterschiedlich spielen. 
    "Super Mario Bros. Wonder" sprüht nur so vor Kreativität, und das merkt man bereits in den ersten Levels, die sich wie alle vollkommen unterschiedlich spielen.
    Nintendo

    Außerdem bekommen Online-Spieler – "Death Stranding lässt grüßen – Aufsteller und Phantome anderer Spieler in den Levels zu sehen und kann ihnen als Phantom entweder selbst eine Aufsteller-Botschaft hinterlassen oder sich an ihnen selbst wiederbeleben. Doch zurück zum eigentlichen Gameplay und der Story. Letztere beginnt klassisch, bevor das Gameplay erfreulich erfrischend wird. Das neue "Super Mario" spielt nicht im Pilz-, sondern im Blumenkönigreich, wohin Mario mit seinen Freunden von Prinz Florian eingeladen wird. Die gute Laune in der bunten Welt hält allerdings nicht lange an, denn Bösewicht Bowser fliegt heran, stiehlt sich eine Wunderblume und löst damit katastrophale Ereignisse in der Welt aus.

    Nur kurze Zeit klassisch, dann wird es verrückt

    Wunderblumen und ihre Effekte sind nämlich das neue Herzstück des Games, um das sich alles dreht – und ein Stück ist entsprechend in jedem Level zu finden. Im Fall des Königs der Koopas sorgt die Wunderblume allerdings dafür, dass Bowser mit Prinz Florians Schloss zu einer gewaltigen, fliegenden Festung verschmilzt, sich der Himmel des Königreichs verdunkelt und düstere Piranha-Pflanzen plötzlich wie gigantische Bohnenstangen aus dem Boden schießen. Einmal mehr muss ein Königreich gerettet werden, was man natürlich sofort mit der gewählten Spielfigur – in unserem Fall Mario – angeht. Die ersten Schritte in der Spielwelt fühlen sich dann so vertraut wie immer an – auf Gumbas springen, Blöcke zerstören und Co. 

    Wer genau aufpasst, sieht und hört aber sofort die frischen Ideen der Macher – da sprechen Pflanzen mit uns und miteinander, wünschen uns viel Glück auf unserer Mission oder scherzen mit einem "Hallo", "Echo" durch eine begehbare Röhre. Zudem wiegen sich Bäume und Gräser im Wind, wirbeln Blätter über den Bildschirm oder bewegen sich Feinde und Freunde auch im Vorder- und Hintergrund. Kurz: Die Welt von "Super Mario Bros. Wonder" steckt tatsächlich voller Wunder und wirkt erstmals in einem 2D-Mario so richtig lebendig. In den Schatten gestellt wird das aber schnell von den ganz neuen Power-ups und den Wunderblumen. Sie bewirken völlig verrückte Verwandlungen der Figur oder gleich des ganzen Levels.

    Sprechen wir über den Elefanten in der Spielwelt

    Als erstes, neues Power-up darf man direkt die Elefantenfrucht ausprobieren, die Fans bereits aus dem Game-Trailer kennen. Diese verwandelt uns in einen großen Dickhäuter, der mit seinem Rüssel Gegner wegschleudern oder Wasser aufsaugen kann, mit dem Geheimnisse in Blumen in der Spielwelt enthüllt werden können. Durch seine schiere Größe kann Elefanten-Mario auch gleich mehrere Gegner gleichzeitig erwischen, wenn er auf sie springt – ein mächtiges Power-up, das riesigen Spaß macht. Gleiches gilt für die Wunderblume, wenn man sie denn findet, denn anfangs sind diese in den Levels noch recht offensichtlich versteckt, später muss man jedoch alles ganz genau absuchen, um auf die begehrte, blaue Blume zu stoßen.

    Die Effekte der Blume sind atemberaubend, denn sie stellen die Spielwelt immer sprichwörtlich und manchmal sogar buchstäblich auf den Kopf. So bekommen dank der Blume im ersten Level die grünen Röhren plötzlich ein Eigenleben, wachsen aus dem Boden oder schlängeln sich über dem Gras dahin, tanzen im Takt der Musik und verhelfen uns zu Münzen und Items, die sonst unerreichbar wären. Während dieser Level-Verwandlung sollen Spieler sogenannte "Wundersamen" finden, die später weitere Level auf der Übersichtskarte freischalten. Jeweils einen solchen Samen bekommen wir zudem in die Hand gedrückt, wenn wir ein Level klassisch per möglichst hohem Sprung auf die Fahnenstange am Ende abschließen.

    Die Detailverliebtheit ist einfach sagenhaft

    In späteren Levels sorgen die Wunderblumen ebenso für Chaos und Begeisterung: Mal darf man durch Hinter- und Vordergründe des Levels laufen, mal wird man von einer riesigen Stachelkugel gejagt, mit der man eine Mauer im Level durchbrechen soll, mal wird man zu einem Gumba und muss sich vor neuen, gefräßigen Wesen mit Riesenschlund verstecken, deren Leibspeise ausgerechnet ... Gumbas sind. Es ist beeindruckend, wie viele Ideen die Macher ins Spiel verpackt haben und wie sehr die Spielwelt mit einem interagiert. Plauderblumen, die mit uns schimpfen, lachen oder scherzen, animierte Objekte wie Blätter und Gräser, sogar detaillierte Gesichter der Figuren – so ein "Mario"gab es noch nie.

    Das Game sprüht nur so vor Kreativität, und das merkt man bereits in den ersten Levels, die sich wie alle vollkommen unterschiedlich spielen. Nicht nur die großen Mechaniken wie Wunderblumen und neue Power-ups begeistern, auch die vielen kleinen Details werden zu einem wundervollen Ganzen. Besonders schön: Erstmals zeigen Mario, Luigi, Peach und Co. auch einige Emotionen, lachen über das ganze Gesicht beim Sammeln von Items oder schauen panisch drein, wenn sie von gewaltigen Feinden verfolgt werden. Die Detailverliebtheit ist sagenhaft, und dazu passt natürlich auch der Sound – jede Bewegung, jeder Sprung und jede Veränderung in der Welt hat einen ganz eigenen und neuen Effekt bekommen. Genial!

    "Super Mario Bros. Wonder" – Vorschau auf den Mega-Hit

    Eindruck machen auch andere neue Power-ups. Für Spaß sorgen da die Seifenblasenblume, mit der man Gegner in den Blasen einschließen und sie dann als "Sprungbrett" auf höher gelegene Plattformen nutzen darf, oder aber der Bohrpilz, mit dem sich die gewählte Spielfigur durch den Boden graben oder Feinde mit Stachel besiegen kann, die eigentlich unverwundbar sind. Ganz neu ist auch ein Abzeichen-System, bei dem man vor einem Level ein Abzeichen auswählen darf. Diese schalten sich nach und nach in speziellen Abzeichen-Levels frei oder können in den Läden in der Spielwelt ergattert werden. Gut gemacht: Die Abzeichen können sowohl für aktive, als auch für passive Effekte in den jeweiligen Levels sorgen.

    Aktionsabzeichen können Mario und seine Freunde entweder kurzzeitig schweben, höher springen oder schneller tauchen lassen. Stärkungsabzeichen geben uns Hilfsmittel wie einen Superpilz mit auf den Weg oder weisen auf Geheimnisse in den Levels hin. Und Expertenabzeichen bringen einen Extra-Kick ins Spiel, indem Level entweder durchgehend rennend, völlig unsichtbar oder auf andere herausfordernde Arten bewältigt werden sollen. "Super Mario Bros. Wonder" steckt voller Wunder, und wir können es gar nicht erwarten, auch noch den Rest der Spielwelt mit allen ihren Geheimnissen zu erkunden. Zeigt sich diese so abwechslungsreich wie die Vorschau-Passagen, wird "Super Mario Bros. Wonder" zum besten 2D-Mario aller Zeiten.

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