Suu Kyi-Partei bekommt Absolute in Myanmar

Bei den ersten demokratischen Wahlen in Myanmar darf sich die Oppositionspartei NLD von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi über einen Erdrutschsieg freuen. Die herrschende USDP gestand am Montag ihre deutliche Wahlniederlage ein. Am Freitag wurde dann endgültig klar: Die NLD bekam die absolute Mehrheit.

 

Die Friedensnobelpreisträgerin, die von der Militärdiktatur jahrelang unter Hausarrest gestellt wurde, darf selbst nicht Präsidentin werden. Das ließ das Militär in der Verfassung fixieren. Außerdem sicherte sich die Armee von vornherein ein Viertel der Parlamentssitze.

Mit ihrer absoluten Mehrheit kann die NLD (Nationalliga für Demokratie) den nächsten Präsidenten stellen. Der Wahlsieg brachte der bisherigen Opposition 348 Mandate und damit die Mehrheit im Parlament. Besonders schön für Aung San Suu Kyi: Die Nachricht vom Sieg fällt mit einem besondern Jubiläum zusammen. Auf den Tag genau vor fünf Jahren wurde sie aus ihrem Hausarrest entlassen. 

Aung San Suu Kyis Oppositionspartei NLD darf sich trotzdem über die Regierungsveranwortung freuen. Die Partei feierte schon vorab einen deutlichen Wahlsieg. Der amtierende Parteichef der herrschenden USDP hat bereits im Vorfeld seine Niederlage eingestanden: "Wir akzeptieren die Ergebnisse ohne Vorbehalte", betonte er.

 

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