Nach der Geiselnahme im Lindt Chocolat Café am Martin Place im australischen Sydney sind nähere Details zum bewaffneten Mann veröffentlicht worden. Es handelt sich um einen 49-jährigen Flüchtling aus dem Iran, der schon öfter mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist.
Nach der Geiselnahme im Lindt Chocolat Café am Martin Place im australischen Sydney sind nähere Details zum getöteten Bewaffneten veröffentlicht worden. Es handelt sich um einen 49-jährigen Flüchtling aus dem Iran, der schon öfter mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist. Weitere Infos gibt es im .
Laut Polizei dürfte es sich bei dem Geiselnehmer um Harun Monis handeln. Der als Flüchtling eingereiste Iraner war amtsbekannt. Er befand sich derzeit auf Kaution in Freiheit. Ihm wurde laut TV-Sender "9News" vorgeworfen, den Mord an seiner Ex-Frau in Auftrag gegeben zu haben.
Missbrauch, Hassbriefe an Soldaten-Familien
Außerdem soll er mehrere Frauen sexuell missbraucht haben, als er als spiritueller Heiler arbeitete. Die Liste der Vorwürfe geht noch weiter. Ihm wurde vorgeworfen, Hassbriefe an Familien australischer Soldaten geschrieben zu haben, die im Auslandseinsatz waren.
Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, ihnen sei die Identität des Geiselnehmers bekannt. Nachdem das Blatt "Daily Telegraph" in seiner Morgenausgabe erste Details veröffentlichte, entschieden auch andere Medien, ihre Angaben öffentlich zu machen. Die Polizei erlaubte unterdessen die Veröffentlichung der Identität des Täters.
Religiöser oder politischer Hintergrund?
Es wurde darüber spekuliert, dass die Tat einen islamistischen Hintergrund hat. Der Mann hatte zwei Frauen tagsüber gezwungen, eine schwarze Flagge mit dem muslimischen Glaubensbekenntnis in die Fensterscheibe des Cafés zu halten. Australiens Regierungschef Tony Abbott sprach hingegen von Anzeichen für einen politischen Hintergrund.