Ein junger Syrer, der bereits 2011 aus der damals stark umkämpften Provinz Homs geflohen war, hat die eigentlich gefährlichen und tragischen Momente einer Flucht auf die lustige Welt von Super Mario übertragen. In der für ihn "weltweiten Sprache" will er metaphorisch auf das Leid von tausenden Menschen aufmerksam machen.
Ein junger Syrer, der bereits 2011 aus der damals stark umkämpften Provinz Homs geflohen war, hat die eigentlich gefährlichen und tragischen Momente einer Flucht auf die lustige Welt von Super Mario übertragen. In der für ihn "weltweiten Sprache" will er metaphorisch auf das Leid von tausenden Menschen aufmerksam machen.
Der 29-Jährige, der unter dem Pseudonym Samir Al-Mufti das Jump-and-Run-Video auf YouTube hochgeladen hat, erklärte die Idee dahinter gegenüber der BBC wie folgt: "Ich brauchte eine simple und klare Idee, die funktionieren würde, egal in welcher Sürache. Ich habe Super Mario benutzt, weil es weltweit bekannt ist. Eine gemeinsame Sprache, wie Musik".
Ähnlich wie Mario hüpft man durch eine zweidimensionale Welt, doch anstatt gegen Schildkröten und Goombas zu kämpfen, begegnet man Schleppern und IS-Soldaten.
Brüder starben im Bürgerkrieg
Mehr als 200.000 Klicks hat sein Video bereits auf YouTube. Das Video spiegelt das eigene Schicksal des Syrers wider. Er selbst ist 2011 aus Homs geflohen und lebt mittlerweile mit seiner Familie in Istanbul. Sein Brüder sind im Bürgerkrieg gestorben, sein bester ist bei der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland ums Leben gekommen, als der Motor des Bootes explodiert ist.
Er veröffentlicht regelmäßig Animationsfilme, in denen er den syrischen Machthaber Assad parodiert. Über die momentane Flüchtlingslage in Europa zeigt er sich äußerst besorgt: "Es ist enttäuschen zu sehen, was in dieser Flüchtlingskrise passiert".