Syrien bestreitet Luftangriff auf Flüchtlingslager

Das syrische Regime hat jede Verantwortung für den Luftangriff auf ein Flüchtlingslager im Nordwesten des Landes mit rund 30 Toten zurückgewiesen. Entsprechende Meldungen "tendenziöser Medien" seien nicht richtig, erklärte die Armeeführung am Freitag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana.

Das syrische Regime hat jede Verantwortung für den Luftangriff auf ein Flüchtlingslager im Nordwesten des Landes mit rund 30 Toten zurückgewiesen. Entsprechende Meldungen "tendenziöser Medien" seien nicht richtig, erklärte die Armeeführung am Freitag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana.

Unter den Toten im Flüchtlingslager 30 km von Aleppo entfernt seien Frauen und Kinder, sagte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es sei zu befürchten, dass die Opferzahl noch steigen werde. Der Chef der Organisation, Rami Abdel Rahman, sprach von rund 50 Verletzten. Alle Opfer seien Zivilisten.

Regimegegner hatten Kräfte der Regierung für den Angriff am Donnerstag verantwortlich gemacht. Die Regierung bestritt eine Beteiligung an dem Angriff: Vielmehr gebe es Informationen, dass "Terrororganisationen" in letzter Zeit absichtlich zivile Ziele attackiert hätten.

Die Provinz Idlib, in der das Flüchtlingslager sich befindet, ist eine Hochburg des Terrornetzwerks al-Qaida. Sie wird von deren Ableger, der al-Nusra-Front und verschiedenen verbündeten Rebellengruppen kontrolliert. Al-Nusra sowie die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" sind explizit von der Waffenruhe ausgenommen.

Die Vereinten Nationen haben den verheerenden Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in Nordsyrien mit rund 30 Toten scharf verurteilt. Falls das Camp bewusst als Ziel ausgesucht worden sei, könnte es sich um ein Kriegsverbrechen handeln, hieß es in einer Stellungnahme des UN-Nothilfekoordinators Stephen O'Brien.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen