Mehrere Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen zweier syrischer Familien hielten die Wiener Polizei am Montagabend in Meidling in Atem. Insgesamt waren laut Polizei 14 Personen im Alter zwischen neun und 43 Jahren beteiligt.
Gegen 19 Uhr kam es zunächst auf offener Straße zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Mehrere Personen sollen gegenseitig aufeinander losgegangen sein. In der Folge wurden Beteiligte wegen des Verdachts der gegenseitigen Körperverletzung angezeigt.
Nur etwas mehr als eine Stunde später, gegen 20.10 Uhr, musste die Polizei erneut ausrücken. Diesmal waren zahlreiche Personen in eine weitere Auseinandersetzung verwickelt, weshalb ein größeres Polizeiaufgebot im Einsatz stand.
Fünf Personen wurden dabei leicht verletzt. Mehrere Beteiligte gaben an, Messer gesehen zu haben. Bei der Durchsuchung der Personen sowie der näheren Umgebung konnten allerdings keine Messer gefunden werden.
Besonders brisant: Eine 15-Jährige gab gegenüber den Beamten an, mit dem Umbringen bedroht und mit einem Messer verletzt worden zu sein. Ein 16-jähriger Tatverdächtiger wurde daraufhin festgenommen.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellte sich laut Polizei jedoch heraus, dass sich die Jugendliche ihre Verletzungen selbst zugefügt hatte. Der 16-Jährige wurde daraufhin wieder enthaftet.
Die 15-Jährige wurde wegen des Verdachts der Verleumdung angezeigt und aufgrund einer möglichen Selbstgefährdung einem Amtsarzt vorgeführt.
Nachdem sich die Lage kurzzeitig beruhigt hatte, kam es wenig später erneut zu tumultartigen Szenen. Ein Mann wurde wegen einer Verwaltungsübertretung festgenommen. Er gab an, zuvor von zwei unbekannten Tätern verletzt worden zu sein. Zwei weitere Personen meldeten ebenfalls leichte Verletzungen durch bislang unbekannte Beteiligte.
Im Innenhof eines Wohnhauses fanden WEGA-Beamte schließlich einen Teleskopschlagstock, der sichergestellt wurde. Nach dem Abtransport des Festgenommenen beruhigte sich die Situation. Polizeikräfte blieben zur Absicherung dennoch vor Ort.
Insgesamt wurden mehrere Personen verletzt und zahlreiche straf- sowie verwaltungsrechtliche Anzeigen erstattet.