Seit Mitte April läuft die Bürgerbeteiligung zur geplanten Umgestaltung der Taborstraße. Die Termine vor Ort sind schon vorbei, aber online können Wiener noch bis Ende Juli mitreden. Wie der "ORF" berichtet haben bereits mehr als 2.000 Leute den Fragebogen ausgefüllt, dazu gab es hunderte Gespräche mit den Menschen im Grätzel. Bezirkschef Alexander Nikolai (SPÖ) zeigt sich zufrieden mit der regen Teilnahme.
Wie die Taborstraße in ein paar Jahren ausschauen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist aber: Die Wünsche der Bevölkerung sollen diesmal im Mittelpunkt stehen. Bevor die Straßenbahngleise erneuert werden, will der Bezirk die Chance nutzen, die gesamte Straße neu zu gestalten. Bis Ende Juli kann jeder noch Ideen einbringen.
Gegenüber "Wien heute" hat Nikolai schon einige Vorhaben genannt. "Begrünungselemente – dort wo Bäume gehen, machen wir Bäume", sagt er. Auch breitere Gehsteige für mehr Sicherheit und "kleine Parkanlagen in der Gredlergasse, am Lanzplatz, in der Heinestraße oder der Augartenstraße" sind geplant. "Dort werden wir dann Stück für Stück auch anpassen und Begrünungselemente auf die Hitzeplätze bringen und Sitzmöglichkeiten, Schattenmöglichkeiten, Wasserelemente, Trinkbrunnen einführen, weil es wird auch in der nächsten Zeit nicht kühler werden", so Nikolai weiter.
Laut Bewohnern brauche es vor allem mehr Grün und Wasser, damit es im Sommer erträglicher wird. Wie viel Geld für die Umgestaltung der Taborstraße zur Verfügung steht, ist noch offen. Fest steht aber, dass die Arbeiten bis 2032 Schritt für Schritt umgesetzt werden. Die Erneuerung der Straßenbahngleise soll dabei gleich mit genutzt werden, um möglichst viel zu verbessern.
Auch die Grünen wünschen sich eine Umgestaltung: "Ich will eine Leopoldstadt, die grüner, sozialer und lebenswerter ist. Nicht nur für meine Familie und mich, sondern für alle", so Bezirksvize Bernhard Seitz.
Egal ob Einzelperson, Initiative oder Schule – noch bis 31. Juli kann man sich an der Bürgerbeteiligung beteiligen. Danach werden die Vorschläge ausgewertet und ein erster Plan erstellt. Im Herbst soll dieser dann präsentiert werden.