Mehr Autos in Wien

Trotz Klima-Kurs – Jeder vierte Weg weiterhin mit Auto

Neue Zahlen zeigen: Der Autoverkehr in Wien bleibt stabil hoch. Die Stadt verteidigt trotzdem ihren Klima-Kurs inklusive Radwegeausbau.
Wien Heute
17.05.2026, 11:12
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Der Kampf ums Auto in Wien geht weiter – und neue Zahlen liefern jetzt neuen Zündstoff. Laut aktueller Modal-Split-Erhebung der Stadt Wien werden weiterhin fast ein Viertel aller Alltagswege mit dem Auto zurückgelegt.

Pkw-Anteil bei 24,9 Prozent

Konkret lag der Anteil des Pkw-Verkehrs 2025 bei 24,9 Prozent. Dazu kommen noch einmal 1,0 Prozent motorisierte Zweiräder wie Mopeds, die heuer erstmals gesondert ausgewiesen wurden. Trotz jahrelanger Radweg-Offensive, Parkplatzabbau und Verkehrsberuhigung bleibt das Auto damit ein zentraler Bestandteil des Wiener Verkehrs.

"Es zeigt sich, dass sich Änderungen im Mobilitätsverhalten nicht von heute auf morgen, sondern längerfristig abzeichnen", erklärt Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Die Stadt verweist darauf, dass der Pkw-Anteil seit 1993 insgesamt um rund ein Drittel gesunken sei. Gleichzeitig würden heute rund drei Viertel der Wiener ihre Wege umweltfreundlich zurücklegen – also mit Öffis, Fahrrad oder zu Fuß.

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Mehr Autonutzung in Außenbezirken

Besonders auffällig: In den Außenbezirken bleibt die Autonutzung deutlich höher als in den Innenbezirken. Dort wächst die Bevölkerung stark, viele Menschen sind weiterhin auf das Auto angewiesen. Genau deshalb investiere Wien massiv in den Ausbau von Öffis und Radwegen, heißt es von der Stadt.

Laut der aktuellen Erhebung gibt es gegenüber 2024 "keine statistisch signifikanten Veränderungen". Die Werte würden sich weiterhin innerhalb der üblichen Schwankungsbreite bewegen.

Um die kleinen Unterschiede sichtbar zu machen, weist die Stadt die Zahlen heuer erstmals mit Kommastellen aus. "Diese minimalen Abweichungen ändern jedoch nichts am Gesamtbild", betont Clemens Horak von der Stadtplanung.

Öffis als "Rückgrat der täglichen Mobilität"

Auch die Wiener Linien verteidigen den eingeschlagenen Kurs. Geschäftsführerin Alexandra Reinagl erklärt: "Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Öffis für Millionen Wienerinnen und Wiener das Rückgrat der täglichen Mobilität sind."

Gleichzeitig müsse man aber weiter investieren. "Deshalb investieren wir konsequent in den Ausbau und die Beschleunigung der Öffis, damit Bus, Bim und U-Bahn auch künftig die attraktivste Wahl im Alltag bleiben."

Mehrere Großprojekte im Laufen

Tatsächlich laufen derzeit zahlreiche Großprojekte: Der Ausbau von U2 und U5, neue Straßenbahnlinien, zusätzliche Radwege und die große "Raus aus dem Asphalt"-Offensive sollen Wien langfristig autofreundlicher – beziehungsweise autoärmer – machen.

Trotzdem zeigt die Erhebung auch: Das Auto bleibt in Wien deutlich präsenter, als viele Verkehrspolitiker wohl gerne hätten.

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