Eine der größten Betonwüsten Wiens wird nun zu einer Oase. Die Simmeringer Hauptstraße soll auf 700 Metern begrünt werden. Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (beide SP) stellten das Projekt nun vor. Die Arbeiten sollen bis Sommer 2027 dauern.
Der Abschnitt zwischen Litfaßstraße und Zippererstraße gilt als starker Hitze-Hotspot. Deshalb sollen Bäume, Sträucher und Grünflächen dort für Abkühlung sorgen. "Unsere 'Raus aus dem Asphalt'-Offensive in Simmering geht weiter. Wir sorgen nun auf der Simmeringer Hauptstraße für mehr Begrünung und Kühlung", so Planungsstadträtin Ulli Sima (SP). "Wir entsiegeln fast 9.000 Quadratmeter Fläche, schaffen 3.000 zusätzliche Quadratmeter Begrünung. 52 neue Bäume und 25 Hochstammsträucher werden im Sommer angenehmen Schatten spenden."
Auch Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SP) sieht in dem Projekt einen Meilenstein für den Bezirk: "Mit der Neugestaltung der Simmeringer Hauptstraße machen wir einen weiteren wichtigen Schritt für ein lebenswertes Simmering. Derzeit ist die beliebte Geschäftsstraße fast vollständig zubetoniert." Laut Stadt liegt der Versiegelungsgrad bei 99,58 Prozent. Das soll sich nun endlich ändern.
Neben neuen Grünflächen wird auch der Straßenraum umgebaut. Insgesamt werden rund 5.900 Quadratmeter Asphalt entsiegelt und durch helle Pflasterungen ersetzt, die sich im Sommer weniger stark aufheizen sollen. Teilweise werden Gehsteige verbreitert, Kreuzungen sicherer gestaltet und Haltestellen verbessert. Zusätzlich entstehen 30 neue Sitzgelegenheiten sowie mehrere Aufenthaltsbereiche.
"Durch mehr Grün und natürliche Kühlung werten wir die Simmeringer Hauptstraße spürbar auf und schaffen einen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität", so Neos-Gemeinderätin Dolores Bakos. Zwei Trinkhydranten werden kostenlos frisches Wasser bieten. Zusätzlich wird die Geschichte Simmerings sichtbar gemacht: Granitelemente mit QR-Codes sollen entlang der Straße Infos zur Bezirksgeschichte liefern.