Student (20) an Kassa wegen Maskenstreit erschossen

Der 20-jährige Tankwart wies den Täter auf die Maskenpflicht hin, woraufhin dieser einen Revolver zog und den Kassier erschoss
Der 20-jährige Tankwart wies den Täter auf die Maskenpflicht hin, woraufhin dieser einen Revolver zog und den Kassier erschossBirgit Reichert / dpa / picturedesk.com
Weil sich ein Mann weigerte, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, erschoss er in Idar-Oberstein einen 20-jährigen Studenten, der als Tankwart jobbte. 

Die Tat ereignete sich in einer Tankstelle in Idar-Oberstein (Deutschland): Der 49-jährige Täter soll laut Polizeiberichten gegen 19.45 Uhr die Tankstelle betreten haben, um dort einzukaufen. Da er aber keine Maske trug, wies ihn der Tankstellen-Kassier auf die MNS-Pflicht hin. Daraufhin verließ der Mann den späteren Tatort, um dort gegen 21.25 Uhr erneut aufzutauchen, diesmal mit Maske. 

Mit Revolver erschossen

An der Kasse zog der 49-Jährige die Maske runter und es kam wieder zu einem Wortwechsel mit dem Tankwart, der ihn erneut auf die Maskenpflicht hinwies. Daraufhin zog der Täter einen Revolver aus der Hosentasche und erschoss den 20-Jährigen. Anschließend flüchtete der Mann zu Fuß, die Überwachungskamera brachte die Polizei allerdings auf die Spur des Schützen.

Überwachungskameras brachten die Polizei auf die Spur des Täters
Überwachungskameras brachten die Polizei auf die Spur des TätersChristian Schulz / dpa / picturedesk.com

Täter stellt sich selbst

Noch in der Nacht der Tat startete eine Großfahndung nach dem Flüchtigen, zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung führten jedoch zu keinem Ergebnis. Am Sonntagmorgen stellte sich der Täter schließlich und wurde von Spezialkräften festgenommen. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 49-jährigen Deutschen, der in Idar-Oberstein lebt und polizeilich nicht in Erscheinung getreten war. Bei der Hausdurchsuchung wurden die Tatwaffe, weitere Schusswaffen und Munition gefunden.

"Keinen anderen Ausweg gesehen"

Der Täter handelte laut Ermittlungen aus Ärger über die Zurückweisung bei seinem ersten Besuch in der Tankstelle und der Aufforderung, eine Maske zu tragen. Zudem gab er an, jegliche Corona-Maßnahmen abzulehnen. Der Tatverdächtige behauptete, er habe sich in die Ecke gedrängt gefühlt und "keinen anderen Ausweg gesehen", als ein Zeichen zu setzen. Seiner Meinung nach wäre das Opfer "verantwortlich für die Gesamtsituation, da es die Regeln durchgesetzt habe". Der 49-Jährige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

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