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"Ich glaube nicht, dass ich Robin Hood spielen will"

Heute Redaktion
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Taron Egerton gilt seit "Kingsman" und "Eddie the Eagle" als Geheimtipp in Hollywood. Die Hauptrolle im neuen "Robin Hood" hätte er aber beinahe abgelehnt.

Wie reagiert man, wenn man die Hauptrolle in einem Action-Blockbuster angeboten bekommt? Noch dazu als Newcomer, der sich beweisen will? Taron Egerton (29) lehnte erst einmal ab: "Eigentlich nicht", waren seine exakten Worte auf die Frage, ob er den neuen Robin Hood spielen wolle.

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Gradlinig war der Brite bei seiner Rollenwahl allerdings noch nie. Die meisten dürften Egerton aus den Agenten-Blockbustern "Kingsman" kennen, Indie-Filmfans wohl eher vom Biopic "Eddie the Eagle". Wer die Karriere des 29-Jährigen nicht aktiv verfolgt, könnte leicht übersehen, dass es sich in diesen Filmen um denselben Schauspieler handelt.

Das große Interview mit Taron Egerton

Talent war das ausschlaggebende Argument

Dass der Brite als Robin of Loxley in der Neuauflage des Klassikers ins Mainstream-Kino zurückkehrt, liegt in erster Linie am Team hinter dem Film. Es lockten hochkarätige Kollegen wie Jamie Foxx (51), Jamie Dornan (36) oder Ben Mendelsohn (49). "Der Gedanke, dass sie als Support neben mir spielen, ist immer noch absurd für mich", meint Egerton im Interview.

Am Ende war es aber Regisseur Otto Bathurst (47), der ihn überzeugte. "Ich kannte seine Arbeit, ohne zu wissen, wer er war", erklärt der Newcomer. Bathurst drehte unter anderem die umjubelte erste Episode von "Black Mirror" sowie "Peaky Blinders".

Und weiter im Rollen-Tetris

Nach einem Facetime-Gespräch hatte der Regisseur seinen Star im Boot. "Wir wollten jemanden, der charismatisch ist, aber nicht von oben herab", erklärt Bathurst im Interview in London seine Wahl, "unser Robin Hood ist kein Übermensch." Egerton sei nämlich unmittelbar liebenswürdig.

Dessen nächster Film ist bereits im Kasten: Im lose auf Elton Johns Leben basierenden Musikdrama "Rocketman" (Deutschschweizer Filmstart am 30. Mai) verkörpert der Newcomer die exzentrische Popikone.

Er wolle nicht vorhersehbar sein. Und nach sechs Minuten Interview und knapp zwei Kinostunden mit seiner Interpretation der "Robin Hood"-Story können wir bestätigen: Vorhersehbar ist Taron Egerton wirklich nicht. Aber talentiert – und eben absolut liebenswürdig.

Die Neuauflage der Sage um den Kämpfer für Gerechtigkeit läuft am 11. Jänner in den Kinos an. Hier ist der Trailer:



(mel)