"Es muss Schluss sein mit der Täter-Opfer-Umkehr"

Karoline Edtstadler (ÖVP) ist seit dem Dezember 2017 Staatssekretärin im Bundesministerium für Inneres.
Karoline Edtstadler (ÖVP) ist seit dem Dezember 2017 Staatssekretärin im Bundesministerium für Inneres.Bild: picturedesk.com
Täglich wird eine von fünf Frauen Opfer von Gewalt. "Opfer müssen gestärkt werden", sagt dazu Karoline Edtstadler (ÖVP).
Angesichts der alarmierenden Zahlen aus der Kriminalstatistik, aus denen etwa hervorgeht, dass alleine heuer schon 32 Frauen ermordet wurden und Anziegen wegen Vergewaltigungen und Missbrauchs enorm zunehmen, fordern Volksanwaltschaft und Frauenhäuser einen besseren Schutz.

Im Innenministerium wurde eine Task Force eingerichtet, die sich dem Thema annimmt. ÖVP-Staatssekretärin Karoline Edtstadler gehört dieser unter anderem an, im Ö1-Morgenjournal ließ sie wissen: "Klar ist, dass ich für Nulltoleranz bei Gewalt- und Sexualverbrechen stehe und dass man dieser erhöhten Bereitschaft zur Gewalt klar entgegnen muss. Unsere Gesellschaft duldet das nicht".

Die Arbeitsgruppe setze an drei wesentlichen Punkten an: Es brauche strengere Strafen, eine Stärkung der Opfer und man müsse den Tätern klar machen, dass sie alleine Schuld an der Situation sind.

Laut Edtstadler hätte sich die Einführung der Wegweisungen jedenfalls schon gelohnt. "Seit Einführung haben wir etwa 100.000 durchgeführt." Das reiche aber nicht immer. Es sei ebenfalls (vor allem für eine mögliche Untersuchungshaft) wichtig, dass den Strafverfolgungsbehörden Zugriff auf alle Informationen gegeben wird.

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Abgesehen davon müssten Opfer unbedingt wissen, wo sie Hilfe bekommen und im Selbstbewusstsein gestärkt werden. "Es muss Schluss sein mit der Täter-Opfer-Umkehr. Das Opfer muss so selbstbewusst sein, dass es sich auch wehrt." Dieses Selbstbewusstsein stärken möchte man laut Edtstadler etwa "präventiv bei Kindern und Frauen aus anderen Kulturkreisen."

Außerdem ließ die Staatssekretärin wissen: "Wir müssen danach trachten, dass Opfer das Selbstbewusstsein entwickeln – ganz egal, woher die Täter kommen oder welches Frauenbild sie haben."

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Hasskommentare im Netz
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(Quelle: heute.at/Gasber/Providakis)

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(red)

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