TV-Experte: Keine Topspiele für Schiri Schüttengruber

Manuel Schüttengruber mit Andreas Ulmer und Dejan Ljubicic.
Manuel Schüttengruber mit Andreas Ulmer und Dejan Ljubicic.Gepa
Salzburg schlug Rapid im Liga-Topspiel mit 3:0. Fehlentscheidungen sorgten dabei für Aufregung. Schiri Manuel Schüttengruber steht in der Kritik.

Vorentscheidung im österreichischen Titelkampf! Meister Red Bull Salzburg gewann in Wien 3:0 gegen Rapid und setzte sich an der Tabellenspitze mit sieben Punkten Vorsprung ab. Acht Spieltage sind noch offen.

Es war eine Lehrstunde für die Hütteldorfer, die vom Liga-Krösus einmal mehr ihre Grenzen aufgezeigt bekamen. Salzburg benötigte keine, für die eigenen Standards, außergewöhnliche Leistung, um Rapid deutlich zu besiegen. Den Bullen wurden sogar zwei eigentlich korrekte Treffer vom Schiedsrichterteam aberkannt.

Ein Umstand, der für Diskussionen rund um Referee Manuel Schüttengruber und dessen Team sorgte. Auch Rapid ärgerte sich über die Unparteiischen. Maximilian Hofmann flog in der 46. Minute mit Rot vom Platz. Für Rapid-Coach Didi Kühbauer ein harter Ausschluss. Hofmann verstand die Entscheidung nicht – wenn es überhaupt ein Foul gewesen sei, dann sicher kein Torraub, protestierte der Innenverteidiger. Patson Daka war vor der Strafraumgrenze zu Fall gekommen. Die TV-Aufnahmen zeigen nicht klar, ob es zu einem kausalen Kontakt gekommen war.

"Sky"-Experte Alfred Tatar ließ auf Sendung mit einem harten Urteil über Schüttengruber aufhorchen: "Es wäre sinnvoll bei dieser Art von Spitzenspielen den Herrn Schüttengruber nicht zu besetzen, er sieht sich gerne im Mittelpunkt. Ich glaube, auch die Trainer haben schon eine gewisse Distanz zu ihm aufgebaut. Schüttengruber ist ein Top-Mann, aber nicht für diese Spitzenspiele."

Tatar betonte aber, dass Schüttengruber bei den beiden falschen Abseitsentscheidungen von seinen Assistenten im Stich gelassen wurde: "Bei diesen Abseitsentscheidungen, die gegen Salzburg getroffen wurden, sind die Assistenten leider falsch gelegen. Letztlich haben diese Assistenten Schüttengruber in diesen schwierigen Situationen im Stich gelassen."

Salzburg-Trainer Jesse Marsch ärgerte sich über die Fehler, sieht das Problem aber nicht bei Schüttengruber und dessen Team: "Eine Liga wie hier in Österreich muss einen Video-Schiedsrichter haben." Dieser kommt ab kommender Saison zum Einsatz – für Marsch "viel zu spät".

"Sky" bat Schüttengruber um ein Interview, dieser lehnte ab.

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