Tätowierte Haut schwitzt weniger

An tätowierten Stellen schwitzt man deutlich weniger, wie eine neue Studie belegt.

Die Tattoo-Branche boomt auch hierzulande und gerade in der Sommerzeit wird sie auch wieder sichtbarer. Viele, großteils junge, Menschen scheinen Tätowierungen zu haben. Wo die Temperaturen steigen, erhöht sich auch die Schweißproduktion - nur bei Tätowierungen scheint das nicht der Fall zu sein.

Nur halb so viel Schweißbildung an tätowierten Stellen

Nun untersuchte eine Gruppe aus Wissenschaftlern in Michigan Männer auf Hautreaktionen. Dazu wählten sie zehn Testpersonen im Alter von 20 bis 22 Jahren aus, die nur an einer Körperseite tätowiert waren. Das war nötig, um ihnen einen chemischen Wirkstoff zu verabreichen, der ihre Haut zum Schwitzen bringen sollte.

Anschließend verglichen sie die Reaktionen an tätowierten und untätowierten Hautstellen. Auf der tätowierten Stelle bildete sich nur halb so viel Schweiß wie auf der untätowierten. Überraschend dabei: Die Salzkonzentration im Schweiß war doppelt so hoch.



In der zweiten Hautschicht sitzen die Schweißdrüsen

Es ist zwar nur eine kleine Studie mit einer begrenzten Teilnehmerzahl, aber Aussagekraft könnte ihr dennoch zugesprochen werden. Schließlich verhält es sich mit einem Tattoo ähnlich wie mit einer Wunde. Mit bis zu 3.000 Nadelstichen wird die zweite Hautschicht erreicht. Das ist auch der Wohnsitz der Schweißdrüsen. Es ist auch nicht die erste Studie, die das Phänomen belegt. Vor kurzem kam eine Studie von Forschern in den USA zum Ergebnis, dass tätowierte Haut die Schweißbildung hemmt.



Sportlern mit Tattoos könnte das Probleme bereiten


Wenn tätowierte Haut die Schweißproduktion behindert, wäre das vor allem für Sportler mit großflächigen Tätowierungen nachteilig: Der Körper könnte eventuell nicht ausreichend gekühlt werden, was zu Leistungsabfall und gesundheitlichen Problemen führen könnte.

(GA)

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