Taucher haben am Dienstag begonnen, sich mit Sprengkörpern den Weg in bislang versperrte Teile des Unglücksschiffs frei zu machen. Dabei sind fünf weitere Leichen in dem havarierten Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" gefunden worden. Unterdessen wurde bekannt, dass die Österreicher, die an Bord des Ungkücksschiffes waren, mit einer baldigen Entschädigung rechnen können.
Taucher haben am Dienstag begonnen, sich mit Sprengkörpern den Weg in bislang versperrte Teile des Unglücksschiffs frei zu machen. Dabei sind fünf weitere Leichen in dem havarierten Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" gefunden worden. Unterdessen wurde bekannt, dass die Österreicher, die an Bord des Ungkücksschiffes waren, mit einer baldigen Entschädigung rechnen können.
Bei den zuletzt entdeckten Opfern handelt es sich um vier Männer und um eine Frau im Alter zwischen 50 und 60 Jahren. Sie trugen Schwimmwesten, berichteten die Rettungsmannschaften. Damit ist die Zahl der Todesopfer auf elf gestiegen, teilten die Behörden mit. Noch unklar ist die Zahl der Vermissten, die sich auf 24 belaufen soll.
Baldige Entschädigung für Österreicher
Die Österreicher, die an Bord des vor der Toskana verunglückten Kreuzfahrtschiffes waren, bekommen vom Reiseveranstalter Unterstützung für den Erhalt einer Entschädigung. "Unsere Kunden können schon bald mit einer Entschädigung für den entstandenen Sachschaden rechnen - egal ob sie über uns eine Reiseschutzversicherung abgeschlossen haben oder nicht." Das sagte Stefan Bracher, Kommunikations- und Marketingchef von Eurotours.
Passagierliste verschlampt
Nach neuen Angaben der italienischen Küstenwache belauft sich die Zahl der Vermissten aktuell auf 24. Zuvor musste die Zahl nach oben korrigiert werden, weil die Reederei die Passagierliste verschlampt hatte!
Mit Sprengungen in versperrte Räume
Im Wrack wollen die Rettungsmannschaften sich mit Sprengsätzen Zugang zu versperrten Räumlichkeiten der Costa Concordia verschaffen. So sollen Taucherteams jene Teile des Wracks inspizieren, zu denen sie bisher noch nicht vordringen konnten, berichteten italienische Medien. Die Rettungsteams kämpften gegen die Zeit, doch die Hoffnung, noch Überlebende im Wrack zu finden, sind dreieinhalb Tage nach dem Unglück minimal.
Öl-Sperren ausgelegt
900 Meter lange Öl-Sperren sind rund um das am Freitagabend vor der Toskana auf Grund gelaufene Kreuzfahrtschiff Costa Concordia ausgelegt worden. Die Behörden befürchten nämlich, dass die rund zwei Millionen Liter Dieseltreibstoff ins Meer austreten könnten. Sergio Ortelli, Bürgermeister der Insel Giglio, vor der das Schiff auf Grund gelaufen ist, könnte es nicht klarer ausdrücken: "Vor unserer Insel, einer Perle des Thyrrenischen Meeres, tickt eine ökologische Zeitbombe."
Treibstoff wird abgepumpt
Die niederländische Bergungsfirma Smit Salvage beginnt ab Mittwoch mit dem Abpumpen des Treibstoffs des havarierten Schiffes. Die Experten hätten bisher kein Leck in den Treibstofftanks entdeckt. "Eine Umweltgefahr besteht jedenfalls, je früher wir mit dem Abpumpen beginnen, desto besser. Wir müssen so schnell handeln wie möglich", sagte Kees van Essen von Smit Salvage.
Angst vor Abrutschen
Der Kreuzfahrtriese aus 115.000 Tonnen Stahl hat sich schon um mehrere Zentimeter bewegt. Er liegt auf einem Felsvorsprung, und es wird befürchtet, dass er bis zu 70 Meter tief ins Wasser abrutschen könnte, momentan liegt er bei 37 Meter. Die Kreuzfahrtlinie Costa Crociere, Betreiber der Costa Concordia, hat ein spezielles Unternehmen mit der umweltschonenden Bergung beauftragt. Doch über Art und Zeitpunkt des Abtransports ist vieles noch unklar.
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APA/red.