Auch nach der Ankunft Tausender Urlauber aus Deutschland sind die Corona-Zahlen auf Mallorca relativ niedrig. Die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohnern, binnen sieben Tagen, lag am Donnerstag auf der spanischen Mittelmeerinsel bei 34,57. Die Sieben-Tage-Inzidenz war damit genauso hoch wie am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Branchenschätzungen zufolge sollen über Ostern rund 40.000 Deutsche ihren Urlaub hier verbringen.
In den meisten anderen spanischen Regionen lag die Sieben-Tage-Inzidenz über 50. Das ist der Wert, bei dem die Bundesregierung eine Region als Risikogebiet einstuft und eine Reisewarnung ausspricht. Für Deutschland nannte das Robert Koch-Institut am Donnerstag einen Wert von 134. In Österreich liegt die Inzidenz bei 247,4.
Deutschland hatte die Reisewarnung für Mallorca Mitte März wegen der niedrigen Corona-Zahlen aufgehoben. Seitdem waren Mallorca-Urlauber bei der Rückkehr von Quarantäne und bis Dienstag auch von der Testpflicht befreit. Das hatte vor den Osterferien einen Buchungsboom ausgelöst. Vor dem Hintergrund der angespannten Corona-Lage in Deutschland führte Berlin dann die Testpflicht ein, der sich einreisende Flugpassagiere vor dem Abflug im Ausland unterziehen müssen.