Wien

Tausende rufen nach Frieden – Heldentor in Blau-Gelb

Ein beeindruckendes Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine setzten Tausende Demonstranten am Sonntagabend am Wiener Heldenplatz.

Rene Findenig
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Lichtermeer "#YesWeCare #Ukraine" gegen den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine am Sonntag in Wien.
Lichtermeer "#YesWeCare #Ukraine" gegen den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine am Sonntag in Wien.
FLORIAN WIESER / APA / picturedesk.com

Meherer Tausend Personen riefen am Sonntagabend am Wiener Heldenplatz beim Lichtermeer unter dem Motto "Yes We Care" nach Frieden für die Ukraine und forderten den Stopp des Einmarschs russischer Truppen in das Land. Zu hören waren auch mehrmals die ukrainische Nationalhymne und ukrainische Durchhalte-Parolen. Auf Initiative der Bundesregierung wurder zudem das Heldentor in die Farben der ukrainischen Nationalflagge – Blau-Gelb – getaucht.

Mehrere Tausend Teilnehmer demonstrierten für Freiden in der Ukraine.
Mehrere Tausend Teilnehmer demonstrierten für Freiden in der Ukraine.
FLORIAN WIESER / APA / picturedesk.com

"Wir setzen heute ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung. Die Bundesregierung bestrahlt – in Absprache mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen – das Heldentor in Wien mit den Landesfarben der Ukraine blau & gelb. #yeswecare #allesfürdenFrieden", schrieb Bundeskanzler Karl Nehammer auf Twitter. Nehammer veröffentlichte seine Botschaft außerdem in ukrainischer Sprache.

Ernst geht es am Montag weiter: Die Drohung eines Einsatzes von nuklearen Waffen vonseiten Russlands hat nun erste Folgen. Österreich reagiert auf die gefährlichen Worte des russischen Autokraten Wladimir Putin und setzt für Montag um 9 Uhr eine weitere Sitzung des Krisenkabinetts ein, um über mögliche Bedrohungsszenarien für Österreich zu beraten. "Die Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin sind mehr als besorgniserregend", so Nehammer.

Konflikt eskaliert immer weiter

Die Drohungen von Putin sind die direkte Antwort des Kriegstreibers auf die Sanktionen, die in den letzten Tagen seit Kriegsausbruch über Russland verhängt wurden. Neben dem Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem "SWIFT"dürfen seit Sonntag auch keine russischen Flugzeuge den Luftraum vieler europäischer Staaten, darunter Österreich, überfliegen, später verhängte die EU ein Komplettverbot für alle russischen Flugzeuge, auch privat.

Lichtermeer in Wien gegen den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine.
Lichtermeer in Wien gegen den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine.
FLORIAN WIESER / APA / picturedesk.com