Tauwetter nach Schnee-Chaos – Hochwassergefahr steigt

Durch den schmelzenden Schnee steigt besonders in Vorarlberg die Hochwassergefahr in den nächsten Tagen an.
Durch den schmelzenden Schnee steigt besonders in Vorarlberg die Hochwassergefahr in den nächsten Tagen an.März, Bernd / Action Press / picturedesk.com
Mildes Tauwetter setzt der Schneedecke hierzulande in den kommenden Tagen arg zu, in Vorarlberg steigt sogar die Hochwassergefahr an.

Zum Start ins letzte Winterdrittel übernimmt der Atlantik mit milder Luft die Regie beim Wetter in Österreich. Auf Schnee folgt in den kommenden Tagen somit immer öfter Regen, der Höhepunkt bei den Temperaturen wird mit 12 Grad dann am Samstag erreicht.

Die winterlich kalte Luft ist aber nicht allzu fern, sie erreicht das Land nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale (www.uwz.at) in der Nacht auf Sonntag mit einem Temperaturrückgang um 5 bis 10 Grad. Ein vorsichtiger Trend für die erste Februarwoche deutet auf eine neuerliche Milderung mit Tageshöchstwerten von bis zu 15 Grad hin!

Temperatur-Jojo beginnt

Am Donnerstag erfasst eine Warmfront Österreich von Westen her, dabei setzt sich Stück für Stück immer mildere Luft bei uns durch. Meistens dominieren von der Früh weg die Wolken und zunächst schneit es an der Alpennordseite und im Westen verbreitet – und das meist noch bis in tiefe Lagen. Im Tagesverlauf intensiviert sich der Niederschlag zwischen Vorarlberg und Oberösterreich.

"Die Schneefallgrenze steigt dabei von Westen her immer weiter an und liegt am Nachmittag zwischen 500 m in Niederösterreich und über 1500 m in Vorarlberg", sagt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. "Gegen Abend beginnt es schließlich auch im Osten zu regnen, nur im Südosten bleibt es meist trocken."

Mit 0 bis +8 Grad wird es langsam milder, in Vorarlberg können durch die hohen Temperaturen, den Regen und den schmelzenden Schnee kleinere Bäche über die Ufer treten.

Niederschlagsmenge am Donnerstag
Niederschlagsmenge am DonnerstagUBIMET

Milder Start ins Wochenende

Am Freitag liegt Österreich in ziemlich milder Luft, allerdings bleibt uns der Tiefdruckeinfluss erhalten. Folglich zeigt sich der Start ins Wochenende generell von seiner trüben und oft nassen Seite, besonders im Westen fällt schon zu Beginn ergiebiger Regen, erst oberhalb von rund 1300 m handelt es sich um Schnee.

Im Tagesverlauf breitet sich der zeitweise intensive Regen entlang der Nordalpen bis ins Mühlviertel und weiter ostwärts aus, mit dem Regen frischt nördlich der Alpen wieder kräftiger Westwind auf. Im Süden sind ein paar Schneeflocken bis in tiefere Lagen möglich, die meiste Zeit bleibt es hier aber trocken. Die Höchstwerte: 1 bis 11 Grad.

Regen aus Westen

Am Samstag dominieren mit Ausnahme des etwas freundlicheren Südens und Südostens die Wolken und zunächst fällt entlang der Alpennordseite noch Regen, bzw. erst oberhalb von 900 bis 1100 m Schnee. Im Tagesverlauf setzt in Vorarlberg erneut Regen ein, der sich allmählich bis nach Oberösterreich und zur Obersteiermark ausbreitet. Die Schneefallgrenze liegt dann bei rund 1200 m.

Von der Südsteiermark bis ins Weinviertel bleibt es dagegen weitgehend trocken und besonders im Süden zeigt sich häufig die Sonne. Lebhafter Westwind und maximal 3 bis 12 Grad - damit wird der Samstag der mildeste Tag der Woche.

Kaltfront Samstagnacht

Am Sonntag halten sich im Westen und im zentralen Bergland viele Restwolken und aus der Nacht heraus fällt in den Nordstaulagen noch etwas Schnee bis in die Täler – über Nacht hat uns nämlich wieder deutlich frischere Luft erreicht. Aus Nordosten setzt sich tagsüber allmählich deutlich trockenere Luft durch, der Niederschlag nördlich der Alpen klingt tendenziell ab.

Im Osten kommt immer häufiger die Sonne zum Vorschein, etwas freundlicher ist es auch im Süden und Südosten. Der Wind dreht mehrheitlich auf Nord und weht lebhaft bis kräftig. Kühlere -2 bis +8 Grad, Dauerfrost gibt es im Waldviertel. Somit gehen die Temperaturen besonders im Nordosten um bis zu 10 Grad im Vergleich zum Samstag zurück.

Trend: Vorfrühling

Die Tiefs überqueren uns auch in der neuen Woche wie an der Perlenkette aufgereiht, dementsprechend wechselhaft geht es weiter. Ein stabiles Hoch ist jedenfalls nicht in Sicht. Für Schnee ist es aber oft zu mild, im Laufe der Woche kündigen sich dann aus heutiger Sicht sogar vorfrühlingshafte Werte bis zu +15 Grad an!

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