Team Van der Bellen: "Gewinnen auch in der Wiederhol...

Die Stichwahl der Bundespräsidentschaftswahl zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen muss wiederholt werden. Politiker und Parteien meldeten sich bereits zu Wort.

Die Stichwahl der Bundespräsidentschaftswahl zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen muss wiederholt werden, . Van der Bellen bzw. sein Team reagierten gelassen auf die Neuwahlsverkündung.

So selbstbewusst reagierte Kandidat Van der Bellen auf die Urteilsverkündung:

"Dieses Erkenntnis ist selbstverständlich zu respeketieren.Österreich steht damit am Beginn einer Art dritten Durchgangs des Bundespräsidentenwahlkampfs. Und einigen SMS und Mails, die ich erhalten habe, entnehme ich, dass die Bürger erstaunt und verunsichert sind, dass sie schon wieder wählen müssen. Das versteh ich auch zum Teil. In diesem aufwendigen Verfahren, dass der VfGH da geführt hat, hat es keinen einzigen Hinweise gegeben, dass irgendwo Stimmen falsch zugeordnet worden wären.

Was tatsächlich passiert ist, dass in einigen Bezirken das Wahlgesetz nicht ordentlich vollzogen worden ist, das ist eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern, dass das Vertrauen in den Rechtsstaat das Fundament unserer Demokratie und Republik ist. Es ist das Recht eines jeden, die Institutionen anzurufen. Und es ist in unser aller Verantwortung, das Erkenntnis dieser Institutionen zu respektieren.

"Beabsichtige wieder zu gewinnen"

Um allen Spekulationen vorzubeugen möchte ich jetzt ganz klar sagen: Natürlich stelle ich mich der neuerlichen Stichwahl und ich beabsichtige auch, diese zum zweiten Mal zu gewinnen. Der VfGH hat entschieden, wie er es für richtig hält. Wir respektieren das. Und wir werden in den nächsten Monaten wieder eine große Bürgerbewegung auf die Beine stellen und mit deren Unterstützung ein zweites Mal gewinnen."

Das Team von Wahlsieger Alexander Van der Bellen: "Viele Bürgerinnen und Bürger in unserem Land sind verärgert, weil sie erneut zu den Urnen gerufen werden, nur weil einige Bezirkswahlleiter nicht in der Lage waren, das Wahlgesetz ordnungsgemäß zu vollziehen", hieß es in einer Aussendung. Man sei jedoch zuversichtlich, auch in der Wiederholung wieder den Sieg erringen zu können. Dem schloss sich auch Grünen-Chefin Eva Glawischnig in einer Presseaussendung an.

forderte mehr Unterstützung für die ehrenamtlichen Wahlbeisitzer ein, "damit sie auch in Zukunft dazu bereit sind".

Neos: Zentrales Wählerregister

Die Neos nahmen "die Entscheidung des Verfassungsgerichtshof mit Respekt zur Kenntnis." Die Wiederholung sei "die einzige richtige Konsequenz" aus den Unregelmäßigkeiten, um "das Vertrauen der Bürger in unsere Demokratie wiederherzustellen". Neos-Chef Strolz drängte auf die Einführung eines zentralen Wählerregisters. Das Team Stronach sprach von einem "Bekenntnis zur funktionierenden Demokratie".

Kardinal Christoph Schönborn nannte das Urteil und die kommende Wahlwiederholung "ein kräftiges Lebenszeichen der Demokratie". "Wir müssen dankbar sein, dass wir in Österreich freie und geheime Wahlen haben - und Höchstrichter, die dieses Wahlrecht schützen".

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