Der Energiehunger von KI-Systemen wächst rasant. Während Elon Musk davon träumt, Rechenzentren ins All zu schicken, verfolgt das US-Startup Panthalassa einen anderen Ansatz: Die Zukunft der KI-Infrastruktur soll auf den Weltmeeren schwimmen.
Das Konzept klingt wie Science-Fiction: Riesige kugelförmige Rechenzentren treiben im Ozean, erzeugen ihren eigenen Strom aus Wellenkraft und werden vom Meerwasser gekühlt. Die Kugeln sollen über zehn Jahre wartungsfrei arbeiten.
Wie t3n.de unter Berufung auf merkur.de berichtet, ist der neueste Prototyp Ocean-3 rund 85 Meter hoch - etwa so groß wie der berühmte Big Ben in London. Er soll noch 2026 im nördlichen Pazifik zu Wasser gelassen werden.
Die ambitionierten Pläne haben prominente Geldgeber angelockt. Palantir-Mitgründer Peter Thiel hat eine Finanzierungsrunde über 140 Millionen Dollar angeführt. Auch Salesforce-Gründer Marc Benioff, PayPal-Mitgründer Max Levchin und Investor John Doerr sind dabei.
Insgesamt hat Panthalassa bereits 210 Millionen Dollar eingesammelt. Der kommerzielle Start ist für 2027 geplant. Dann sollen laut dem Unternehmen mehrere Tausend solcher KI-Kugeln in den Meeren schwimmen.
Allerdings gibt es auch Zweifel. Der Datentransfer soll über Satelliten laufen - ob das für das Training großer KI-Modelle ausreicht, ist unklar. Microsoft hatte eine ähnliche Idee mit versiegelten Unterwasser-Rechenzentren nach fünf Jahren Tests wieder aufgegeben.