Teenie (17) nach Überfall: "Wollte viele Waffen haben"

Der 17-Jährige flüchtete laut Polizei mit einer Tasche voll mit 41 Waffen.
Der 17-Jährige flüchtete laut Polizei mit einer Tasche voll mit 41 Waffen.W:M: / LPD OÖ
Ein 17-Jähriger hat Montagabend in Linz einen Waffenshop überfallen. Sein Motiv laut Staatsanwaltschaft: Er wollte einfach viele Waffen haben. 

Die Tasche voll bepackt mit Revolvern, Pistolen und Messern versteckte sich der 17-Jährige Montagabend im Müllraum einer Wohnsiedlung im Neustadtviertel unweit des Linzer Unfallkrankenhauses. 

Wie berichtet, hatte der Teenie laut Polizei kurz zuvor, genauer gesagt um 17.57 Uhr, einen nahe gelegenen Waffenshop überfallen. Laut derzeitigem Stand bedrohte er den Angestellten mit einer Spielzeugpistole. Er soll auch ein Jagdmesser dabei gehabt haben. Dieses sei aber nicht zum Einsatz gekommen.

Tasche wurde zu schwer

Mit voll gestopfter Tasche ergriff er die Flucht. Schon elf Minuten später klickten aber die Handschellen, konnte die Polizei den Räuber stellen. Der 17-jährige ließ sich widerstandslos festnehmen. 

In Summe hatte der Jugendliche 41 Faustfeuerwaffen, Messer und 1.900 Stück Munition bei sich. "Ursprünglich waren es um zehn mehr. Die Tasche wurde ihm aber zu schwer und deshalb ließ er einige zurück". so Staatsanwalt Reinhard Steiner im Gespräch mit "Heute".

Doch was hatte der Beschuldigte, der am Dienstag zwei Mal durch die Ermittler befragt wurde, eigentlich mit all den Waffen vor? Steiner: "Er gab an, dass er einfach viele Waffen besitzen wollte. Einen geplanten Amoklauf oder einen Terrorakt können wir laut derzeitigem Stand ausschließen." 

Das Geschäft war dem 17-Jährigen zudem nicht unbekannt. Denn wie er laut Staatsanwaltschaft im Verhör zugab, hatte er schon am Sonntag, den 4. Juli, versucht, in das Geschäft einzubrechen. Dabei scheiterte er aber. Danach schmiedete er den Plan, das Geschäft zu überfallen.

Von neuer Polizei-Einheit gestellt

Der bislang unbescholtene Teenie befindet sich derzeit in der Linzer Justizanstalt. Die Staatsanwaltschaft hat Antrag auf U-Haft gestellt. Ob diese dann auch verhängt wird, soll am Mittwoch die Haftrichterin entscheiden.

Übrigens: Gestellt wurde der Täter von der erst kürzlich neu gegründeten Polizei-Einheit "Schnelle Reaktionskräfte", kurz SRK. Eigentlich sollte die Truppe erst am 1. November ihren Dienst aufnehmen, konnte jetzt aber schon eine Erfolgsmeldung verbuchen. 

Dies lobte Polizeichef Andreas Pilsl auf seinem Twitter-Kanal mit den Worten: "Gestern vormittag erst mit Minister @karlnehammer präsentiert - am Abend dann bereits den ersten #Fahndungserfolg verbucht! Täter unmittelbar nach #Raub in Waffengeschäft in Linz festgenommen. Gratulation den Kollegen von den #SRK schnelle Reaktionskräften."

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