Telefonische Krankmeldung verlängert: So funktioniert's

Telefonische Krankmeldung. (Symbolbild)
Telefonische Krankmeldung. (Symbolbild)iStock
Eigentlich sollte die telefonische Krankmeldung mit 31. August auslaufen. Bei Covid-Symptomen soll diese allerdings weiter möglich sein.

Das kündigte die Österreichische Gesundheitskasse in einer Aussendung an. Zuvor war von mehreren Seiten Kritik laut geworden. Dass genau zum Beginn der Herbstmonate – und damit der Grippe- und Erkältungszeit – wieder jeder in die Arztpraxis muss, stieß auf Unverständnis. Schließlich sei eine überlaufene Arztpraxis samt Wartezimmer die perfekte Voraussetzung für einen neuen Cluster.

Aus diesem Grund hat die ÖGK in letzter Sekunde beschlossen, bei Symptomen, die auf Corona hindeuten, weiterhin die Möglichkeit offen zu halten, sich telefonisch krankschreiben zu lassen. Dadurch sollen Ärzte besser geschützt und eine Ansteckung möglichst vermieden werden.

So funktioniert es

Wer als Verdachtsfall gilt, soll auch weiterhin 1450 kontaktieren. Wird dort ein Test angeordnet, so kommt es in den meisten Bundesländern ohnehin zu einer "behördlichen Absonderung". Jedenfalls können Betroffene bis zum Vorliegen eines Testergebnisses in einer Ordination anrufen und nach telemedizinischer Abklärung telefonisch krankgeschrieben werden. Einzige Voraussetzung ist, dass die Person auch entsprechende Symptome aufweist.

Bei einem negativen Testergebnis erlischt die Krankschreibung nach fünf Arbeitstagen. Ist die betroffene Person aber weiterhin krank, muss für eine Verlängerung der Krankmeldung ein Arzt persönlich aufgesucht werden. Mit diesem Vorgehen will die ÖGK sicherstellen, dass Patienten mit Covid-19-Symptomen möglichst unbürokratisch und risikolos eine Krankmeldung erhalten und dafür nicht extra eine Ordination aufsuchen müssen.

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