Tennis-Ass: "Djokovic hat kein Recht, hier zu sein"

Marton Fucsofics stellt sich offen gegen Novak Djokovic.
Marton Fucsofics stellt sich offen gegen Novak Djokovic.Imago Images
Novak Djokovic darf nach einem Gerichtsurteil vorerst in Melbourne bleiben. Damit sind allerdings nicht alle Tennis-Profis einverstanden. 

Am Montag entschied Richter Anthony Kelly zugunsten des Serben. Der ungeimpfte Weltranglisten-Erste war mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung wegen einer Corona-Infektion am 16. Dezember nach Australien gereist, um bei den am Montag beginnenden Australian Open aufzuschlagen. Zunächst war Djokovic nach Zweifeln an der Ausnahmegenehmigung die Einreise noch verweigert worden. Richter Kelly gab der Berufung des Serben gegen den Visumsentzug vorerst statt. 

Damit darf sich der Weltranglisten-Erste in Melbourne aufhalten. Dass Djokovic am Montag tatsächlich aufschlägt, ist aber alles andere als in Stein gemeißelt. Denn Australiens Einwanderungsminister Alex Hawke hat nun das letzte Wort, kann das Visum widerrufen. 

"Hat nicht das Recht, hier zu sein"

Über Djokovics verwandelten ersten Aufschlag vor Gericht sind nicht alle Tennisprofis erfreut. Am lautesten Kritik äußerte nun der Ungar Marton Fucsovics, immerhin die Nummer 38 der Tennis-Weltrangliste, der im Wimbledon-Viertelfinale 2021 noch glatt in drei Sätzen gegen den Serben verlor. 

Gegenüber "M4 Sport" meinte Fucsovics: "Die Gesundheit der Menschen hat die größte Bedeutung. Und es gibt Regeln, die vor Monaten festgelegt wurden – nämlich dass man geimpft sein soll. Das hat Djokovic nicht gemacht", erkläre der Ungar. Und hielt daraufhin fest: "Deshalb finde ich, dass er nicht das Recht hat, hier in Melbourne zu sein." 

Der serbische Weltranglisten-Erste peilt beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres seinen 21. Major-Erfolg an. Damit wäre Djokovic alleiniger Rekordhalter, würde Roger Federer und Rafael Nadal überflügeln. 

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