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Tennis-Rüpel: "Wie lange wäre ich gesperrt worden?"

Der australische Tennisprofi Nick Kyrgios stellt Novak Djokovic nach dessen Disqualifikation bei den US Open an den Pranger.
07.09.2020, 09:16

Nick Kyrgios ist wegen des Corona-Virus nicht zu den US Open gereist. Doch er zeigte Verständnis für die anderen Spieler, als er sagte: "Wenn andere teilnehmen wollen, ist das ihre Entscheidung, solange alle angemessen und sicher handeln."

Dabei dachte er bestimmt nicht daran, dass einer auf eine ganz andere Art unsicher handeln würde: Novak Djokovic ist in der Nacht auf Montag disqualifiziert worden, weil er nach einem Break frustriert den Ball weggeschlagen und eine Linienrichterin am Hals getroffen hatte.

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Seit Monaten ist Kyrgios auf Djokovic nicht gut zu sprechen. Er empfand zum Beispiel die Adria-Tour der Weltnummer 1 mehr als fragwürdig. Das Einladungsturnier hatte sich als Corona-Cluster entpuppt. Und auch den jüngsten Vorfall an den US Open nutzt Kyrgios zur Kritik an Djokovic.

Auf Twitter schreibt er: "Stellt euch vor, mir wäre Jokers Zwischenfall passiert. Unglücklicherweise die Linienrichterin an der Kehle getroffen. Wie viele Jahre würde ich dafür gesperrt werden?" Den Tweet würzt der Australier mit einer Umfrage. Mehr als die Hälfte antwortet: "20 Jahre."

Kyrgios gilt selbst als Tennis-Rüpel. Diese Bezeichnung handelte er sich durch Wutausbrüche und zerstörte Rackets ein. Weder auf noch abseits des Platzes scheut er Konfrontationen. Auf dieses Image spielt der Australier an, wenn er seine Follower fragt, welche Strafe er wohl kassiert hätte.