Tennis-Star Matteo Berrettini schlägt Alarm! Nach seinem Sieg gegen Stan Wawrinka bei den US Open sprach der Italiener über eine besonders hässliche Seite des Tennis-Geschäfts: Drohungen von offenbar frustrierten Wettern.
"Es ist ein heikles Thema", erklärt Berrettini in der "Gazzetta dello Sport". Für ihn steht fest: "Wir müssen die Spieler schützen und alles tun, um ein sicheres Umfeld für alle zu schaffen."
Dann schilderte der 30-Jährige einen erschreckenden Vorfall aus seiner eigenen Familie. "Hier ist mein Bruder: Bei den French Open hat er Nachrichten auf dem Handy bekommen, in denen meine Familie bedroht wurde und Ähnliches."
Berrettini ist kein Einzelfall. Besonders drastisch war ein Vorfall um die Italienerin Lucrezia Stefanini. Vor der Qualifikation für Indian Wells erhielt sie über WhatsApp Todesdrohungen. Sie sollte ihr Match verlieren. Dazu wurden ihr ein Foto einer Pistole sowie persönliche Informationen über ihre Familie geschickt.
Berrettini kennt solche Situationen auch von kleineren Turnieren. Auf der Challenger-Tour habe er "beunruhigende Situationen" erlebt. Zuschauer hätten Spieler gestört und Dinge getan, "die nichts mit Tennis zu tun hatten".
Brisant ist das Thema auch wegen eines neuen Deals bei den US Open. Der amerikanische Tennisverband USTA hat den Prognosemarkt-Anbieter Kalshi zum offiziellen Partner gemacht. Gleichzeitig versprechen die Verantwortlichen verstärkte Maßnahmen zum Schutz der Integrität des Sports.
Berrettini will das Wettgeschäft dennoch nicht grundsätzlich verteufeln. Wenn alles kontrolliert ablaufe und der Sport dadurch nicht aus den Fugen gerate, "dann kann es sogar Spaß machen".