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Tennis-Star spricht von Djokovic, Fans buhen ihn aus

Daniil Medwedew steht bei den Australian Open im Halbfinale. Der Russe gewann einen Fünf-Satz-Krimi gegen den Kanadier Felix-Auger-Aliassime. 
Heute Redaktion
26.01.2022, 15:16

Der Russe setzte sich in 4:42 Stunden gegen den an Nummer neun gesetzten 21-Jährigen mit 6:7, 3:6, 7:6, 7:5 und 6:4 durch, Damit hat der Weltranglisten-Zweite nicht nur weiterhin die Chance auf seinen zweiten Grand-Slam-Erfolg in Serie, sondern auch auf Platz eins in der Tennis-Weltrangliste. Um den aus Australien abgeschobenen Novak Djokovic zu verdrängen, muss Medwedew das Turnier allerdings gewinnen. 

Gegen Auger-Aliassime lieferte der Russe jedenfalls eine kämpferische Top-Leistung ab. Obwohl der 25-Jährige zu Beginn nicht ins Spiel fand, 0:2 in Sätzen zurück lag und mit den Fans, den Ballkindern und dem halb geöffneten Dach haderte, kämpfte sich der Star ins Spiel zurück, drehte die Partie noch. 

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"Was würde Novak tun?"

Nach dem Matchball offenbarte Medwedew, woran er während der Partie gedacht hatte. Und erntete dafür Buh-Rufe. "Felix hat großartig gespielt. Ich habe nicht wirklich gewusst, was ich machen soll. Ich weiß nicht, ob das die Leute hier hören wollen, aber ich habe mich selbst gefragt: ,Was würde Novak Djokovic jetzt machen?´", berichtete der Russe. Dafür kassierte der Weltranglisten-Zweite Buh-Rufe der tausenden Fans in der Rod Laver Arena. 

Djokovic hat die Gunst des Publikums in Australien verloren. Der Weltranglisten-Erste versuchte, mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung nach Melbourne einzureisen. Nach einer Einreise-Posse entzog Australiens Einwanderungsminister Alex Hawke dem 34-jährigen Serben schließlich das Visum. Djokovic wurde ausgewiesen. 

"Wollte ihn kämpfen lassen"

Doch was würde sich der 20-fache Grand-Slam-Sieger denken? "Ich habe mir gedacht: Wenn Auger-Aliassime hier gewinnen will, dann muss ich ihn bis zum letzten Punkt kämpfen lassen. Ich wollte versuchen, ihn müde zu machen, zumindest für das nächste Spiel. Und ich konnte das Level meines Spiels erhöhen", lachte der 25-Jährige. 

Nun hat der Russe die Chance, seinen guten Freund vom Tennis-Thron zu stürzen. Zunächst geht es allerdings im Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas. 

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