Terror in Paris: So reagiert Österreich und die Welt

Die Welt ist nach den Anschlägen in Paris zutiefst erschüttert. Ein Österreicher wurde verletzt, zwei entgingen in der Konzerthalle Bataclan, wo rund 100 Menschen brutal abgeschossen wurden, den Anschlägen knapp. Eine Austroband, die dort zuvor spielte, hatte Glück im Unglück. Bundespräsident Heinz Fischer drückte sein Beileid aus, die Fahnen am Parlament wurden auf halbmast gesetzt. Mit einem eindeutigen Statement wandte sich US-Präsident Barack Obama gleich nach den Attentaten an die US-Bürger und die Welt.

Die Welt ist nach den , den Anschlägen knapp. Eine Austroband, die dort zuvor spielte, hatte Glück im Unglück. Bundespräsident Heinz Fischer drückte sein Beileid aus, die Fahnen am Parlament wurden auf halbmast gesetzt. Mit einem eindeutigen Statement wandte sich US-Präsident Barack Obama gleich nach den Attentaten an die US-Bürger und die Welt.



Bundeskanzler Werner Faymann sagte nach der Sondersitzung der Bundesregierung: "Es ist die Zeit, zusammenzurücken - als Demokraten, als Menschen, die sich vom Terror nicht einschüchtern lassen". Die Anschläge von Paris haben den Terror auf "eine neue Eskalationsstufe" gebracht. Bei der Sitzung wurde außerdem darüber beratschlagt, wie man Österreich in Zukunft sicherer machen könne.

Bundespräsident Heinz Fischer in einer Stellungnahme am Samstag: "Ich bin tief erschüttert und entsetzt und ich drücke dem französischen Volk und insbesondere den Angehörigen der Opfer meine tief empfundene Anteilnahme aus. Das sind Stunden wo wir alle fest zusammenhalten müssen und Geschlossenheit gegen Unmenschlichkeit zeigen müssen.", so Fischer. 

Fahnen am Parlament auf Halbmast

Alle drei Fahnen am Parlamentsgebäude sind seit Samstagvormittag auf Halbmast gesetzt. Die Trauerbeflaggung bringt die tiefe Betroffenheit und die Solidarität des österreichischen Parlaments zum Ausdruck.

Außenminister aus aller Welt, Am Samstag wurde die  In der Nacht wurden die Lichter des Eiffelturm im Gedenken an die Opfer abgeschalten. Überall auf der Welt leuchteten große Sehenswürdigkeiten aus Solidarität in den französischen Nationalfarben, wie etwa das Empire State Building in New York.

Mahnwache in Wien

Am Samstag fand vor der französischen Botschaft in Wien eine Mahnwache und Solidaritätskundgebung stattfinden, um die Verbundenheit mit Frankreich auszudrücken. Österreichs Außenminister Sebastian Kurz, der , sagte, dass die Anschläge nicht nur Frankreich, sondern auch ganz Europa betreffen.

Entsetzt zeigt sich Nationalratspräsidentin Doris Bures: "Es sind Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Stabilität, denen Europa geschlossen und solidarisch entgegentreten wird". Namens des österreichischen Parlaments drückte Bures ihre große Anteilnahme und Solidarität gegenüber der französischen Bevölkerung, den Opfern und deren Familien aus

Die „abscheulichen“ Versuche, unschuldige Menschen in Paris zu terrorisieren, seien eine Attacke gegen die gesamte Menschheit. „Frankreich ist unser ältester Verbündeter und die USA werden jegliche Helfe geben, die wir können“, sagte Obama. Der US-Präsident sprach von einem Terroranschlag. Es sei aber zu früh, um darüber zu spekulieren, wer für die Attacken verantwortlich sei. 

Weitere Reakionen auf der nächsten Seite

Auch Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel zeigte sich erschüttert: "Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern der offensichtlich terroristischen Angriffe, ihren Angehörigen sowie allen Menschen in Paris." Bundespräsident Joachim Gauck ist ebenfalls tief erschüttert, auch seine Gedanken "sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem französischen Volk."

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Terrorangriffe von Paris scharf verurteilt und die sofortige Freilassung der Geiseln gefordert. Er vertraue den französischen Behörden, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun, um die Schuldigen für die "abscheulichen Terrorakte" schnell vor Gericht zu bringen, erklärte Ban in New York. Ban kondolierte den Hinterbliebenen der Getöteten und wünschte den Verletzten eine rasche Genesung. Er stehe an der Seite der Regierung und des Volkes von Frankreich.

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat sich ebenfalls erschüttert über die Anschläge in Paris geäußert. "Italien weint um die Opfer von Paris und ist vereint im Schmerz mit den französischen Brüdern. Das ins Herz getroffene Europa wird auf diese Barbarei zu reagieren wissen", erklärte Renzi am späten Freitagabend. 

Der Vatikan bezeichnete die Anschläge als "Angriff auf den Frieden und die Menschheit". "Wir sind erschüttert wegen dieser neuerlichen Manifestation wahnsinniger terroristischer Gewalt und des Hasses", sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. "Wir verurteilen dies gemeinsam mit dem Papst und allen friedliebenden Menschen. Wir beten für die (Todes-)Opfer und die Verletzten und das gesamte französische Volk. Das ist ein Angriff auf die gesamte Menschheit, die eine entschlossene und solidarische Reaktion von uns allen verlangt, um den mörderischen Hass in all seinen Formen zu überwinden."

Auch der iranische Präsident, Hassan Rohani meldete sich zu Wort. Er bezeichnete die Anschläge als "unmenschliches Verbrechen". Er hätte nächste Woche gemeinsam mit Außenminister Zarif Paris besuchen sollen.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte: "Diese Anschläge richten sich nicht nur gegen das französische Volk, sondern gegen die gesamte Menschheit, gegen die Demokratie und Freiheit und alle gültigen Werte."

Hotline für Angehörige aus Österreich

Für Angehörige, die sich informieren wollen, ob Familienmitglieder oder Freunde aus Österreich von den Anschlägen in Paris betroffen sein können, wurde eine Reihe von Hotlines eingerichtet.


In Österreich: 01/50 11 50 44 11



Für Österreicher in Frankreich: 0043/190 115 44 11



Hotline der Stadt Paris (lokal): 0800 6 005

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