Terrorist sprengt sich in Bahnhof Wolgograd selbst

Bei einem Selbstmordanschlag am Bahnhof in Wolgograd sind am Sonntag laut ersten Informationen mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen und über 40 verletzt worden. Zahlreiche Krankenwagen rasten zum Bahnhof der Millionenstadt. Mindestens 37 Menschen wurden in Kliniken gebracht, darunter ein neunjähriges Kind.

Bei einem Selbstmordanschlag am Bahnhof in Wolgograd sind am Sonntag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen und über 40 verletzt worden.  Zahlreiche Krankenwagen rasten zum Bahnhof der Millionenstadt. Mindestens 37 Menschen wurden in Kliniken gebracht, darunter ein neunjähriges Kind.

Erst hieß es, das Attentat sei von einer Terroristin verübt worden. Manche Quellen wollen den Kopf der Schuldigen gesehen haben. Stunden später kam aber die Nachricht, dass doch ein Mann für die Tat verantwortlich sein soll. Ein am Tatort gefundener Finger gehöre dem - bei der Explosion ebenfalls gestorbenen - Attentäter, sagte ein namentlich nicht genannter Ermittler der Agentur Interfax.

Der noch unbekannte Mann zündete um 12.45 Uhr Ortszeit (8.45 Uhr MEZ) die Bombe als er an einer Metalldetektorschleuse aufgehalten wurde.

Islamistenführer ruft zu Attentaten wegen Olympia auf

Der tschetschenische Islamistenführer Doku Umarow hatte zu Attentaten aufgerufen, um die Olympischen Spiele zu stören. Die Islamisten im Kaukasus werfen Putin eine "blutige Besatzungspolitik" im Konfliktgebiet vor. Der Kreml verspricht aber sichere Spiele in Sotschi. Die Veranstaltung gilt als Putins Prestigeprojekt.

Feuerball

Fernsehbilder zeigten einen riesigen orangen Feuerball im Inneren des Bahnhofs. Aus den zerborstenen Fenstern drang dichter Qualm. Rettungskräfte trugen Opfer aus dem Gebäude. Es war mindestens ein Mensch zu sehen, der regungslos auf dem Boden lag. "Ich habe die Explosion gehört und bin rausgelaufen", berichte ein Augenzeuge dem Sender "Rossija-24". "Ich habe geschmolzene, verbogene Metallteile gesehen, zerbrochenes Glas und Menschen, die auf der Straße lagen." In dem Bahnhof war mehr Betrieb als gewöhnlich um diese Zeit, da viele Menschen vor den Feiertagen zum Jahreswechsel unterwegs waren.

waren bei einem ähnlichen Anschlag in Wolgograd, das bis 1961 Stalingrad hieß, sieben Menschen getötet worden. Die Attentäterin hatte damals einen Linienbus in die Luft gesprengt.

Kritische Lage vor den Spielen

Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in Sotschi bemühen sich die russischen Sicherheitskräfte, die Gewalt im Nordkaukasus einzudämmen. Extremisten haben angekündigt, das Sportereignis im Februar mit allen Mitteln verhindern zu wollen. Wolgograd liegt gut 900 Kilometer südöstlich von Moskau und rund 700 Kilometer nördlich des Kaukasus und des Austragungsorts der Spiele.

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