Politik

Terroristin eingeladen: Bawag sperrt OKAZ-Konto

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:42

Laut "Jerusalem Post" hat der Bawag-Mehrheitseigentümer Cerberus das Konto des Österreichisch-Arabischen Kulturzentrums (OKAZ) gesperrt. Einer der Gründe soll die Einladung der palästinensischen Terroristin Leila Khaled nach Wien gewesen sein.

Laut "Jerusalem Post" hat der Bawag-Mehrheitseigentümer Cerberus das Konto des Österreichisch-Arabischen Kulturzentrums (OKAZ) gesperrt. Einer der Gründe soll die Einladung der palästinensischen Terroristin Leila Khaled nach Wien gewesen sein ().
Dem Bericht zufolge habe der New Yorker Investmentfonds Cerberus, der 52 Prozent der Bawag hält, die Sperre veranlasst. Der US-Bundesstaat sanktioniert derzeit Organisationen, die der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions) zuzurechnen sind - also Israel-Boykotts betreiben. 

Flugzeugentführerin nach Wien geholt

Für Irritationen hatte das Österreichisch-Arabische Kulturzentrum im April mit der Einladung der palästinensischen Flugzeugentführerin Leila Khaled zu einem Vortrag nach Wien gesorgt. Die heute 71-Jährige hatte 1969 ein amerikanisches Flugzeug nach Damaskus entführt und die israelischen Passagiere als Geiseln genommen.

Klage nach Khaled-Einladung

Die Einladung hatte auch ein innenpolitisches Nachspiel: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte Neo-Staatssekretärin Muna Duzdar unterstellt, sie habe etwas mit der Veranstaltung zu tun gehabt. Duzdar, Präsidentin der Palästinensisch-österreichischen Gesellschaft, geht gerichtlich gegen die Behauptung vor.

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