Autonomes Fahren

Tesla-Insider: "Wir trauen FSD nicht"

KI-Trainer bei Tesla packen aus: Die FSD-Software sei gefährlich. Die Mitarbeiter würden nie in ein Robotaxi steigen.
Technik Heute
07.06.2026, 17:07
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Tesla-Chef Elon Musk behauptet seit Monaten, seine FSD-Software für autonomes Fahren sei zehnmal sicherer als menschliche Fahrer. Doch ausgerechnet jene Mitarbeiter, die diese künstliche Intelligenz trainieren, widersprechen vehement.

"Wir haben alle gesehen, dass sie gescheitert ist", erklärt ein KI-Trainer gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Mehrere dieser Mitarbeiter versicherten, dass sie niemals in ein Tesla-Robotaxi steigen würden - selbst wenn man sie dafür bezahlen würde.

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Wie t3n.de unter Berufung auf Reuters berichtet, hat die Nachrichtenagentur Teslas statistische Methoden genauer untersucht. Das Ergebnis: Der Konzern vergleiche Äpfel mit Birnen, indem er eigene schwere Unfälle mit nationalen Unfallzahlen vergleicht, die auch leichtere Unfälle umfassen.

Insider berichten von Beinahe-Unfällen mit Kindern

Bei Tesla gibt es laut Insidern ein sogenanntes "Trauma-Team", das speziell Beinahe-Unfälle sichtet. Darunter seien Situationen, in denen Teslas mit eingeschalteter FSD-Software Baustellen auf Autobahnen missachten und Arbeiter gefährden. Auch Beinahe-Zusammenstöße mit Kindern sollen dokumentiert worden sein.

Probleme bereiten der Software offenbar auch Rettungsfahrzeuge sowie Situationen, in denen Schüler in einen Schulbus ein- oder aussteigen. In vielen Fällen übernehmen Tesla-Fahrer in Innenstädten oder unübersichtlichen Situationen selbst das Steuer - weil sie der Technologie nicht vertrauen.

Robotaxi-Flotte wächst nur langsam

Teslas Robotaxi-Dienst ist bisher nur in extrem eingeschränkten Bereichen verfügbar. Im März 2026 waren in Austin gerade einmal 45 Fahrzeuge unterwegs. Die 355 Robotaxis in der kalifornischen Bay Area sind eigentlich nur ein Fahrdienst mit menschlichen Fahrern - Tesla fehlt dort die Genehmigung für echten autonomen Betrieb.

Eine Skalierung auf größere Gebiete soll laut Insidern noch Jahre dauern. Experten bezeichnen Teslas Sicherheitsversprechen daher als "irreführendes Marketing" statt einer ernsthaften Untersuchung kritischer Sicherheitsprobleme.

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