A-Klasse: Der Einstieg in die Welt von Mercedes

Mit der A-Klasse will Mercedes vor allem junge Käufer ansprechen, die noch kein großes Schlachtschiff brauchen. Das gelingt auch dank des modernen Innenraums.

Der kleinste Mercedes ist gar nicht so klein, auch wenn man ihn der Kompaktklasse zurechnet. Er ist 4,42 Meter lang und bietet dank einem Radstand von 2,73 Metern dementsprechend ausreichend Beinfreiheit auf der Rückbank. Der Kofferraum fasst je nach Version 335 bis 370 Liter, als Limousine sogar 410 oder 420 Liter.

Doch das an sich ist ja nicht der Grund, warum sich die junge Käuferschicht für ihren ersten Mercedes entscheiden soll. Das geht eher über den Preis, den Look und digitale Technik.

Wir fuhren einen A 180 d, also den 1,5 Liter großen Einstiegsdiesel mit 116 PS und 260 Nm Drehmoment, dazu ein 7-Gang-Automatikgetriebe. Der Wagen startet bei 32.920 Euro, allerdings kostet unser Modell aufgrund zahlreicher Extras exakt 43.658,39 Euro.

Für Digital Natives

Dazu gehören ein volldigitales Display und das 10,25 Zoll breite, hochauflösende Media-Display, die beide in einer Hochglanzoberfläche miteinander verschmelzen. Zusammen lassen sie zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten zu, sodass man sich seine verschiedenen Anzeigen nach Lust uns Laune anordnen kann.

Gesteuert wird das gesamte System wahlweise vom Lenkrad aus oder mit einem Touchpad in der Mittelkonsole. Mit ihm kann man so wie bei einem Handy die Karte des Navi zoomen. Und mit der Mercedes-Benz User Experience, einem intelligenten Assistenten mit Sprachsteuerung, kann man sogar die Temperatur einstellen oder den Radiosender wechseln. Das alles wird besonders der jungen Zielgruppe der Digital Natives gefallen.

Der Sprachassistent funktioniert wirklich hervorragend, versteht alles gut und lässt sich bei seinen eigenen Ansagen unterbrechen bzw. "dreinreden" – etwas, das nicht alle Hersteller schaffen. Besonders toll ist auch die Frontkamera mit Augmented Reality: Folgt man seinem Navi, dann schaltet sie sich vor einer Kreuzung ein und zeigt mit eingeblendeten Pfeilen, wo bzw. wann genau man abbiegen soll. Das ist extrem hilfreich in verwinkelten Gegenden in denen man sich nicht so gut auskennt wie etwa der Wiener Innenstadt.

Liegt gut auf der Straße

Auch das Design des Innenraums ist jugendlicher als bei anderen Fahrzeugen von Mercedes. Das gefällt grundsätzlich, allerdings befindet sich quer über das Armaturenbrett ein riesiges Designelement in Carbon-ähnlicher Optik aus Gummi, das ehrlich gesagt nicht nur seltsam aussieht, sondern sich auch ebenso anfühlt. Aber vielleicht kommt das bei der gewünschten Zielgruppe hervorragend an und wir sind einfach schon zu alt für sowas. Wer weiß, die Produktdesigner von Mercedes werden sich dabei ja sicherlich etwas überlegt haben.

Über jeden Zweifel erhaben ist allerdings das Fahrwerk. Gute Kurvenlage, angenehme Federung, so wie man es von den Schwaben gewohnt ist. Beim Motor mit seinen 116 PS und 260 Nm Drehmoment kommt natürlich keine richtige Sportlichkeit auf, allerdings geht er deutlich besser, als diese Zahlen vermuten lassen. Um ehrlich zu sein, ist das dank dem höher-drehenden Sportmodus sogar mehr als ausreichend, um auf der Landstraße zügig zu überholen und beim Auffahren auf die Autobahn vernünftig zu beschleunigen. Und das Geldbörsel wird so im Hinblick auf die in Österreich exorbitante motorbezogene Steuer geschont.

Wer richtig Power will, für den gibt es dem Mercedes-AMG A 35 4MATIC, also eine Version mit Vierradantrieb, 306 PS und 400 Nm. So bietet die A-Klasse allen etwas – vom Einsteiger bis zum Straßensportler.

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