Bullig: Ford Ecosport gefällt im neuen Look

Dem Mini-SUV hat sein Facelift sichtlich gut getan. Im Test war uns der kleine Ford sehr sympathisch.

Seit 2017 wird der Ford Ecosport statt in Brasilien im rumänischen Craiova produziert. So hat man nicht nur Qualität und Komfort erhöht, sondern auch das Design dahingehend geändert, dass sich der Wagen nahtlos in den Look der europäischen Ford-Familie einfügt.

Wir fuhren einen 1-Liter-EcoBoost-Motor (einen anderen gibt es als Benziner auch nicht mehr) mit den maximal verfügbaren 140 PS in der mittleren Ausführung Titanium. Lackiert in wunderschönem, aber leider aufpreispflichtigem Ruby Red. Die, sowie einige andere Extras wie Winter-Paket, Easy-Driver-Paket oder Premium-Navi mit Soundanlage von B&O Play, erhöhen den Preis von 23.900 Euro auf knapp 28.000 Euro. Den günstigsten Ecosport mit 100 PS gibt es übrigens ab 20.800 Euro.

Eco und Sport

Der Name des Fahrzeugs verspricht ja zwei Dinge: Wirtschaftlichkeit und Sportlichkeit. Und die sind natürlich wechselseitig von einander abhängig. Wir waren mit 7 Litern unterwegs, was aufgrund der Höhe und der Form des Autos in Ordnung aber sicher kein Bestwert ist. Wir haben aber auch 140 PS und wollen die ab und zu benutzen.

Hohe Geschwindigkeiten auf der Autobahn mag der Ecosport nicht so; wer aber nur im Ortsgebiet und am Land unterwegs ist und mit einem weniger starken Motor etwas auf den Verbrauch schaut, der kann sich wohl leicht Richtung 6 Liter vortasten.

Die angesprochenen 140 PS sorgen trotz nur 170 Nm Drehmoment für rasche Überholmanöver, solange man im zweistelligen Geschwindigkeitsbereich bleibt. Und tatsächlich: Der Ecosport macht mit dem Motor Spaß zu fahren und zieht gut an, er lässt sich recht knackig schalten. Das Fahrwerk könnte steifer sein, aber das würde auf Kosten des Komforts gehen. So legt er sich aufgrund seiner Höhe halt schon ein bisserl in die Kurven, wenn man flotter unterwegs ist – und das ist nicht jedermanns Sache.

Eigenheit im Heck

Aber bei so einem Fahrzeug will man ja mehr Komfort als Fliehkräfte und das bekommt man auch: Wir sind angenehm unterwegs. Das jetzt größere Infotainment-System ist gut zu bedienen, abgesehen von der Adresseingabe des (sonst sehr guten) Navis, mit der wir einfach nicht warm werden – aber das haben wir bereits an anderer Stelle diskutiert(vorletzter Absatz).

Nur mit der neuen Soundanlage von Bang & Olufsen sind wir nicht ganz zufrieden: Für ein bisschen Radiohören und Thrash-Metal der früheren 1980er absolut ausreichend, doch für Anspruchsvolleres fehlt es an Klangtiefe.

In den Kofferraum passen 356 Liter, doch das ist nicht das Besondere am Ecosport. Er hat nämlich keine Heckklappe, die wie gewohnt nach oben aufgeht, sondern eine richtige Tür, die sich zur linken Seite hin öffnet. Kleine Personen oder ältere, die vielleicht nicht mehr mit soviel Kraft nach oben greifen können, werden sich darüber freuen. Der große Nachteil ist aber, dass man den Kofferraum nicht öffnen kann, wenn ein anderes Fahrzeug dahinter parkt. Auch wird man zum Be- und Entladen vielleicht zuerst die Garagentür aufmachen müssen. Kommt halt darauf an, wie groß das Körbchen fürs eigene Auto ist.

Unterm Strich können wir aber eines sagen: Der Ecosport ist uns sympathisch. Einerseits fahrerisch, andrerseits durch seinen neuen Look.

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