Testbericht: Fährt sich super, so ein Toyota Supra

Spätestens seit dem Film "The Fast and the Furious" aus dem Jahr 2001 hat der Toyota Supra Kultstatus. Blöd nur, dass die Japaner die Produktion ein Jahr später beendeten. 17 lange Jahre mussten Fans auf einen Nachfolger warten. Aber der macht echt Spaß.


Der neue Supra heißt genau genommen GR Supra, wobei die ersten beiden Buchstaben für Gazoo Racing stehen, dem hauseigenen Rennstall von Toyota. Der verwendet einen (stark modifizierten) Supra in der NASCAR-Serie in den USA als Ersatz für den Camry, und in Europa gibt es eine GT4-Version für private Rennteams.

Die fünfte Generation des Supra ist aber genau genommen zumindest ein halber Bayer oder gar halber Österreicher: Er basiert auf der Plattform des BMW Z4, der bei Magna in Steyr gefertigt wird. Beide Fahrzeuge teilen sich den Motor, ein Dreiliter-Reihen-Sechszylinder mit 340 PS und 500 Nm maximales Drehmoment. Der beschleunigt mit Hilfe der Achtgang-Automatik den rund 1,5 Tonnen schweren Supra in 4,3 Sekunden auf Tempo 100, und das mit Hinterradantrieb, wie es sich gehört.

Viel BMW

Wenn man sich hineinsetzt, dann erkennt man den Innenraum sofort als BMW: Schalter, Bedienung, Automatikhebel, das Infotainment-System und die Sitzheizung, die deutlich stärker als bei Toyota-eigenen Fahrzeugen ist, wurden gleich mit übernommen.

Das Lenkrad hingegen stammt von Toyota und lässt den Fahrer schon beim Angreifen spüren, dass der Supra gerne auf die Rennstrecke möchte: Es ist nämlich ausgesprochen hart, sodass man am liebsten die Rennhandschuhe anziehen möchte. Auch die Armauflagen in der Tür und auf der Mittelkonsole könnten deutlich weicher sein.

Das Lenkrad hingegen stammt von Toyota und lässt den Fahrer schon beim Angreifen spüren, dass der Supra gerne auf die Rennstrecke möchte: Es ist nämlich ausgesprochen hart, sodass man am liebsten die Rennhandschuhe anziehen möchte. Auch die Armauflagen in der Tür und auf der Mittelkonsole könnten deutlich weicher sein.

Aber wenn man gleich den ganzen Rennanzug anhat, dann fällt das gar nicht auf. Und wenn man auch noch den Helm aufsetzen möchte, kein Problem: Der Zweisitzer hat ein Dobule-Bubble-Dach, also zwei Ausbuchtungen, für mehr Kopffreiheit (und weil es chic aussieht).

Und damit auch die letzten Zweifel ausgeräumt sind, wieviel Renn-DNA im Supra steckt, hat Toyota strategisch wichtig einen Feuerlöscher prominent zwischen den Sitzen positioniert. So wie eine Statue oder ein Kunstobjekt sitzt er da, was nur möglich ist weil der Supra keine Trennwand zum Kofferraum hat. Der ist mit 290 Litern übrigens überraschend groß für einen Sportwagen und damit relativ alltagstauglich.

Sportlich

Doch im Vergleich zum Z4 bietet Toyota weniger Schnickschnack und Ausstattung an. Während der BMW mehr gehobenes Lifestyle vermittelt, ist der Supra ein deutlich puristischerer Sportwagen. So macht auch das Fahren mehr Spaß: Der Supra ist deutlich besser ausbalanciert als der Z4, das Heck ist schwerer – und das ist in diesem Fall positiv gemeint. Toyota hat das ohnehin bereits hervorragende Fahrwerk noch ein bisschen besser gemacht. Und auch der Sound im Sportmodus zaubert ein Lächeln ins Gesicht.

Der Supra beginnt bei 71.900 Euro, wir haben allerdings noch eine Sonderlackierung und das Gran-Turismo-Paket, das unter anderem Ledersitze, ein Head-Up-Display und ein JBL-Soundsystem mit 12 Lautsprechern enthält. Gesamtpreis: 74.854 Euro.

Toyota ist unterm Strich ein Fahrzeug gelungen, das den Namen Supra verdient und das richtig dazu einlädt, es etwas sportlicher anzugehen. Haben wir schon gesagt, dass Supra-Fahren Spaß macht?

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