Esports nennt sich das professionelle Turnier-Gaming. Gespielt werden aktuelle Titel wie Klassiker. Das Finale zeigt, dass sogar eine Tetris-WM irre spannend sein kann.
Sport-Events und internationale Wettbewerbe sind immer ein Garant für Hochspannung – auch wenn es um Videospiele und besonders wenn es um Klassiker geht. Das bewies das diesjährige Finale der Tetris-WM eindrucksvoll.
Der siebenfache und amtierende Weltmeister Jonas Neubauer musste hilflos mitansehen, wie sein erst 16-jähriger Herausforderer Joseph Saelee mit unglaublicher Reaktionsfähigkeit seinen Punktestand übertrumpfte.
Jeder, der schon einmal Tetris gespielt hat, kennt die Anspannung, wenn die Blöcke in der höchsten Geschwindigkeit nach unten rauschen und man sehnlichst auf einen langen Balken wartet um endlich ein Tetris zu erzielen, also vier waagrechte Linien auf einmal vollzumachen.
Weltmeister zunächst vorne, dann zog Saelee vorbei
Beim Spielaufbau kann sich Neubauer zunächst einen leichten Vorsprung herausarbeiten. Saelee passieren anfangs ein paar Schnitzer, die ihn kurzzeitig nervös machen, wie an seinem Gesichtsausdruck abzulesen ist.
Doch nach 209 vervollständigten Reihen ist für den Weltmeister Neugebauer Schluss, während Saelee mit der 232. Reihe auch punktemäßig an ihm vorbeizieht und damit zum jüngsten Champion dieses Tetris-Wettbewerbs wird. Er gewann 1.000 Dollar Preisgeld. Mit seinen 16 Jahren ist er 13 Jahre jünger als das Spiel, das in der NES-Version gespielt wurde. (red)