Oberösterreich

Teuerung extrem – wer nun neuen 100-Euro-Bonus bekommt

Das Leben wird immer teurer, vor allem Familien geraten mehr und mehr unter Druck. Eine Landeshauptstadt greift ihnen jetzt unter die Arme.

Tobias Prietzel
Die Stadt Linz greift Familien mit Kindern mit einem Schulstartpaket unter die Arme. (Symbolbild)
Die Stadt Linz greift Familien mit Kindern mit einem Schulstartpaket unter die Arme. (Symbolbild)
Getty Images/iStockphoto

Aus Sicht des Linzer Bürgermeisters habe der Bund bisher zu wenig Hilfsmaßnahmen gesetzt. "Als Stadt Linz wollen wir insbesondere bei sozialen Härtefällen helfen und mit dem Schulstartpaket einen Beitrag gegen die zunehmende Kinderarmut leisten", sagt Klaus Luger (SPÖ).

"Als Bildungsreferentin ist es mir ein besonderes Anliegen, dass unsere Kinder bestmöglich unterstützt werden und der Schulalltag für die Eltern leistbar bleibt", erklärt die zuständige Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Die Teuerung sei für Familien mit geringem Einkommen und vor allem für Alleinerzieherinnen kaum stemmbar.

Ein Schulstartpaket in Höhe von 560.000 Euro soll im September die Mehrbelastungen von Familien entschärfen. Linzer Vorschul- und Schulkinder bis zur fünften Stufe erhalten Unterstützung in Form eines 100-Euro-Einkaufsgutscheins für die Linzer City.

Für die soziale Treffsicherheit der Maßnahme soll eine Obergrenze beim jährlichen Haushaltseinkommen von 55.000 bis 60.000 Euro sorgen. Die Staffelung erfolgt nach Anzahl der Kinder.

Hilfe für Sozialmärkte

Auch den drei Linzer Sozialmärkten wird geholfen. Die bestehende Basisförderung wird einmalig um jeweils 50.000 Euro aufgestockt. Außerdem wird der städtische "Härtefallfonds für soziale Notlagen", ebenfalls einmalig, um 50.000 Euro verdoppelt.

Vereine wiederum können zur Deckung gestiegener Energiekosten in Summe bis zu 1 Million Euro aus dem Kommunalen Investitionspaket abrufen. Die Summe wird je zur Hälfte von Stadt und Bund zur Verfügung gestellt.

Außerdem ist ein weiteres städtische Förderpaket für Vereine in Höhe von 600.000 Euro geplant. Es soll Teuerungen bei Personal, Mieten und Betriebskosten abfedern.

Radar deckt hohe Preise auf

Viele Menschen erleben beim Blick auf ihre Supermarktrechnung einen Schockmoment. Eine aktuelle Analyse untermauert jetzt die extrem gestiegenen Preise.

Vor 15 Jahren wurde vom oberösterreichischen Konsumentenschutz-Ressort das Preisradar eingeführt. Alle zwei Wochen werden die Kosten für 17 Lebensmittel erhoben. Die neuesten Ergebnisse sind besorgniserregend.

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