Mega-Paket gegen Teuerung – so kommst du zu deinem Geld

In drei Stufen erhalten besonders Betroffene Geld aufs Konto.
In drei Stufen erhalten besonders Betroffene Geld aufs Konto.Guenter Artinger / picturedesk.com
Die Bundesregierung beschließt am Donnerstag neue Maßnahmen gegen die Teuerung. So profitierst du von dem Krisenpaket. 

Die Teuerungswelle hat Österreich fest im Griff. Die Bundesregierung schnürt darum ein neues Paket gegen Inflation und Preisanstieg. Das gaben ÖVP-Klubobmann August Wöginger und Grünen-Klubfrau Sigrid Maurer am Mittwoch vor dem Ministerrat bekannt.

Bei dem Gesetzesvorschlag handelt es sich um das dritte Maßnahmenpaket zum Teuerungsausgleich. Das Gesamtvolumen des Maßnahmenpakets inklusive Abschaffung der kalten Progression und Valorisierung der Sozialleistungen beträgt voraussichtlich 28,6 Mrd. Euro für den Zeitraum 2022 bis 2026. Um die kurzfristig wirkenden Maßnahmen so rasch wie möglich auszahlen zu können, wurden Teile des Maßnahmenpakets bereits im Budgetausschuss am Dienstag diskutiert und werden am Donnerstag in einer Sondersitzung des Nationalrats beschlossen.

Grünen-Klubchefin Sigi Maurer und ÖVP-Klubobmann August Wöginger - sie gaben am Mittwoch das Paket im Detail bekannt. (Archivfoto)
Grünen-Klubchefin Sigi Maurer und ÖVP-Klubobmann August Wöginger - sie gaben am Mittwoch das Paket im Detail bekannt. (Archivfoto)HANS PUNZ / APA / picturedesk.com

Diese Boni stecken in Paket

Für ÖVP und Grüne handelt es sich bei dem Entlastungspaket um rasche und zielgerichtete Maßnahmen, die ohne viel Bürokratie umgesetzt werden. Untere Einkommensgruppen würden stärker profitieren, betonten die Regierungsparteien. Das steckt in dem Paket:

300 Euro für besonders betroffene Gruppen (Mindestpensionisten, Studienbeihilfebezieher, etc.) Auszahlung im August/September

500 Euro für Jeden und Jede: Davon 250 Euro Klimabonus und 250 Euro Bonus für alle Erwachsenen (für Kinder je die Hälfte) – wird zeitglich im Umweltausschuss beschlossen. Auszahlung ab Oktober 2022

180 Euro als zusätzliche Einmalzahlung der Familienbeihilfe im August

Vorziehen Familienbonus (2.000 Euro) und Erhöhung des Kindermehrbetrags (550 Euro) mit Veranlagung 2022 – Auszahlung 2023

Verlängerung des Wohnschirms (Schutz vor Delogierung)

Digi-Scheck für Lehrlinge (bis zu 3 mal 500 Euro pro Jahr) wird bis 2024 verlängert

Erhöhter Absetzbetrag für 2022 (500 Euro)

Mitarbeiter-Prämie von 3.000 Euro steuer- und abgabenfrei sowie SV-Beitragsfrei

Verschiebung der CO2 Bepreisung von Juli auf Oktober 2022

Der Fahrplan zu den Geldzuckerl

1Sommer

Im Sommer werden in einem ersten Schritt jene Menschen entlastet, die am stärksten von der aktuellen Teuerung betroffen sind – sozial schwache Personen und Familien. Diese Gruppe soll eine rasche spürbare Entlastung erfahren. Unter anderem durch: 300 Euro Teuerungsausgleich (so schnell wie möglich – hängt von jeweiliger Stelle ab), einer "Sonder-Familienbeihilfe" in Höhe von 180 Euro pro Kind im August  sowie der Aufstockung des Wohnschirms gegen Delogierungenum 60 Millionen Euro und einer Erhöhung Familienbonus + auf 2000 Euro

2Herbst

Noch vor dem Jahreswechsel soll die Entlastung in der Breite der Bevölkerung greifen, da die Teuerung mittlerweile auch im Mittelstand deutlich spürbar ist. 250 Euro Klimabonus und 250 Euro Teuerungsbonus machen eine Summe von 500 Euro "Superbonus" ab Oktober. Ende des Jahres soll zudem die Bauern-Unterstützung starten. Das sind im Schnitt 1.000 Euro pro Betrieb. 

3So geht es 2023 weiter

Ab Anfang des nächsten Jahres sorgen strukturelle Entlastungen wie die Abschaffung der kalten Progressionund die Valorisierung von Sozialleistungen für eine dauerhafte Stärkung der Kaufkraft.

All das muss mit 30. Juni im Bundesgesetzblatt stehen, nächste Woche passiert es den Bundesrat, darum ist die Sondersitzung nun notwendig.

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