Ein schwerer Zugunfall hat sich am Montagmorgen in Nordfrankreich ereignet. Ein TGV-Schnellzug mit rund 250 Passagieren an Bord prallte auf einem Bahnübergang zwischen Béthune und Lens mit einem Lastwagen zusammen und entgleiste.
Bei dem Unglück kurz vor 7 Uhr kam der Lokführer des Hochgeschwindigkeitszuges ums Leben. 27 Reisende erlitten Verletzungen, zwei davon schwer. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Wie NTV unter Berufung auf den Sender TF1 und die Zeitung "La Voix du Nord" berichtet, war der Lastzug mit Armeefahrzeugen beladen. Der Lkw soll auf dem Bahnübergang stecken geblieben sein.
Die Polizei nahm den Fahrer des Lastwagens unmittelbar nach dem Unfall fest. Er befindet sich derzeit in Gewahrsam. Die genauen Umstände, wie es zu der Kollision kommen konnte, werden noch ermittelt.
Der TGV war auf dem Weg nach Paris und fuhr abseits des Hochgeschwindigkeitsnetzes mit reduziertem Tempo. Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot kündigte an, gemeinsam mit Bahnchef Jean Castex zum Unfallort zu reisen.