Alle Hoffnungen waren vergebens. Bangkok kann nicht länger vor dem Hochwasser geschützt werden. Regierungschefin Yingluck Shinawatra lässt die Hauptstadt Thailands nun fluten.
Die Regierungschefin werde die Behörden anweisen, alle Schleusen der Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole zu öffnen, damit das immense Hochwasser aus dem Norden des Landes schneller in Richtung Meer fließen könne. "Man kann das Wasser nicht ewig blockieren", sagte Yingluck.
Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten die heftigsten Regenfälle und Überschwemmungen seit Jahrzehnten, mehr als 320 Menschen kamen ums Leben. Ganze Landstriche sind überflutet, vor allem im Norden des Landes. Da die Hauptstadt Bangkok zunächst unbedingt geschützt werden sollte, war dort durch kilometerlange Wälle aus Sandsäcken das Wasser am Abfließen in Richtung Süden und damit ins Meer gehindert worden.
Häuser von Österreichern überflutet
Die österreichische Botschaft in Bangkok berichtete am Donnerstag, dass bisher keine Österreicher bei den Überschwemmungen körperlich zu Schaden gekommen seien. Mehrere Auslandsösterreicher hätten sich jedoch gemeldet, weil ihre Häuser überflutet worden sind, sagte Peter Launsky-Tieffenthal, der Sprecher des Außenministeriums.