Der 25-jährige Marokkaner, der am Freitagabend schwer bewaffnet im Zug von Amsterdam nach Paris das Feuer eröffnet hat, wollte einen Terroranschlag verüben. So sieht das die Pariser Staatsanwaltschaft und hat ein Verfahren eröffnet. Der junge Islamist bestreitet den Vorwurf. Voriges Jahr soll er übrigens eine Zeit lang in Wien gelebt haben.
Der 25-jährige Marokkaner, der am Freitagabend schwer bewaffnet im Zug von Amsterdam nach Paris hat, wollte einen Terroranschlag verüben. So sieht das die Pariser Staatsanwaltschaft und hat ein Verfahren eröffnet. Der junge Islamist bestreitet den Vorwurf. Voriges Jahr soll er übrigens eine Zeit lang in Wien gelebt haben.
Ayoub El Khazzani sagt zwar, er hätte die Waffen (ein Schnellfeuerwehr, eine Pistole und ein Teppichmesser) in einem Park gefunden und wollte damit nur die Passagiere des Thaly-Schnellzugs ausrauben. Die Staatsanwaltschaft in Paris glaubt ihm aber nicht. Unter anderem weil er in der Zugstoilette ein islamistisches Propaganda-Video downgeloaded hat, in dem zu Gewalttaten aufgerufen wird. Außerdem hat er einen halben Liter Benzin mitgeführt.
Die Anklagebehörde geht von einem Terrorvorsatz aus und ermittelt wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben gegen den 25-jährigen Marokkaner. Seit Jahren befand sich der radikale Islamist im Visier der Geheimdienste.
Spur nach Wien
Ungewöhnlich für einen harmlosen jungen Mann sind auch seine oft wechselnden Wohnorte. Im vergangenen Jahr lebte Ayoub El Khazzani nach eigenen Angaben mehrere Monate in Paris, dann in Köln, in Wien, wieder Köln und schließlich in Brüssel. Im Brüsseler Stadtteil Molenbeek-Saint-Jean durchsuchte die Polizei am Dienstag Wohnungen der seiner Schwester und eines Freundes.
Blutbad verhindert
Der junge Mann war am Freitagabend binnen kürzester Zeit von mehreren Fahrgästen niedergerungen worden, sodass nur zwei Menschen schwer verletzt wurden. Die Männer, die ihn stoppten und damit ein Massaker verhinderten, wurden von Präsident Francois Hollande mit dem ausgezeichnet. Der Staatschef ernannte sie zu Rittern der französischen Ehrenlegion.