Die britische Theater- und Filmwelt trauert um Jane Lapotaire. Die preisgekrönte Darstellerin, die sowohl einen Tony Award als auch einen Olivier Award erhielt, ist am 5. März im Alter von 81 Jahren verstorben.
Lapotaire prägte das britische Theater über Jahrzehnte hinweg. Ihre Darstellung der französischen Chansonsängerin Edith Piaf gilt als Meilenstein der Theatergeschichte und brachte ihr die höchsten Auszeichnungen ein.
Wie "The Guardian" berichtet, trat die Schauspielerin auf nahezu allen bedeutenden Bühnen Großbritanniens auf. Sie war unter anderem am Bristol Old Vic, am National Theatre unter der Leitung von Laurence Olivier und bei der Royal Shakespeare Company aktiv.
Lapotaire war 1970 Mitbegründerin des Young Vic. Im vergangenen Jahr wurde sie für ihre Verdienste mit dem Titel CBE (Commander of the British Empire) ausgezeichnet. Die Ehrung fand am 17. Februar 2026 auf Schloss Windsor statt.
Im Jahr 2000 erlitt die Künstlerin während einer Tournee in Paris einen Hirnschlag, als sie gerade die Rolle der Maria Callas in "Master Class" spielte. Nach zwei lebensrettenden Operationen verarbeitete sie diese Erfahrung in ihrem Buch "Time Out of Mind".
Trotz gesundheitlicher Rückschläge kehrte Lapotaire 2004 erfolgreich auf die Bühne zurück. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie 2019 durch ihre Rolle als Prinzessin Alice von Griechenland in der Netflix-Serie "The Crown". Zuletzt war sie in "Rebecca" und in der Serie "The Burning Girls" zu sehen.