The Legend of Zelda: Tri Force Heroes im Test

Der inzwischen 18. Teil der "The Legend of Zelda"-Serie schickt Link einmal mehr ins Abenteuer. Nicht nur allein, auch im Drei-Spieler-Koop-Modus.
Nun kann sich der 3DS-Zocker darauf stürzen, den Fluch einer bösen Hexe zu brechen. Kaum ein Spiel der "Zelda"-Serie wurde mit derart gemischten Gefühlen aufgenommen – wir haben uns im Test unser eigenes Bild von Tri Force Heroes gemacht.

Prinzessin Rüschlinde wird von der Hexe Lady Maude verflucht und muss fortan statt schöner Kleider einen schwarzen Ganzkörperanzug tragen. Aus Scham meidet sie die Öffentlichkeit, ihr Volk stürzt in Depression. Rüschlindes Vater erinnert sich jedoch an die Sage der Totem-Helden und macht sich auf, die drei legendären Abenteurer zu finden. Link, in dessen Rolle der Spieler schlüpft, soll einer dieser Helden sein.

Soviel zur Geschichte, die etwas nach den Ereignissen von The Legend of Zelda: A Link Between Worlds angesetzt ist. Wie die Story schon beschreibt, soll Tri Force Heroes dabei aber kein reines Einzelspieler-Game, sondern ein Multiplayer-Spiel sein. Der 3DS-Zocker kann zwei Freunde mit ins Online-Abenteuer nehmen – ein mutiger Schritt von Nintendo im eigentlich klassischen Zelda-Singleplayer-Universum.

Liebevolle Levels, kein Kostüm-Zwang

Liebevoll gestaltet sind die acht unterschiedlichen Welten von Tri Force Heroes, hier geht es durch Wasser, Feuer, Wald oder Erde. Toll zeigt sich auch, dass die Welten fast frei wählbar sind, wenn man die Anfangslevel abgeschlossen hat. Startet man im Koop-Modus, dann bestimmt die Gruppe, welcher Weg von den Links in Blau, Grün und Rot eingeschlagen wird.

Weil sozial mehr Spaß macht!

Heute Digital ist auch auf Facebook und Twitter vertreten. Folgen Sie uns und entdecken Sie die neusten Trends, Games und Gadgets aus der digitalen Welt.

>>> facebook.com/heutedigital
>>> twitter.com/heutedigital
Alle Game Reviews in der Übersicht!

Dabei kommt Tri Force Heroes ohne großen Frust aus. Am Anfang des Levels teilt man Items unter den Spielfiguren auf, mit denen Rätsel gelöst werden. Die Kostüme beeinflussen dabei zwar die Item-Eigenschaften und machen so Levels schwerer oder leichter – es ist aber nicht die Wahl eines bestimmten Kostüms notwendig, um eine Spielewelt bestehen zu können.

Des Multiplayer Freud', des Singleplayer Leid

Einen großen Bonuspunkt gibt es dafür, dass Tri Force Heroes zwar nicht ebensogut als Singleplayer-Titel funktioniert, aber zumindest das Einzelspielen in einem Koop-orientierten Game ohne mühsame Mitspielersuche möglich ist. Es macht aber bei weitem nicht so viel Spaß wie die Multiplayer-Variante, denn der Einzelspieler steuert die drei Links nacheinander – während sich eine Figur bewegt, sind die anderen inaktiv. So findet man sich in einem ständigen Abtasten wieder – steht man bei einem Punkt im Level an, wechselt man zur nächsten Figur.



Im Multiplayer-Modus dagegen gibt es kein fades Warten und Wechseln – die Spielfiguren werfen sich gegenseitig über Lava und Abgründe oder werden bei unerreichbaren Passagen zum übereinander gestapeltem Totem. Man merkt dem Spiel und der Spielewelt an, dass sie auf drei Gamer ausgerichtet ist. Als Einzelspieler muss man da schon die dreifache Spielzeit für ein Level einrechnen, was schnell langatmig werden kann. Bonus für Multiplayer: Man muss sich das Spiel nicht drei Mal mit Freunden kaufen, sondern lädt sie mit Download Play zum Zocken ein. Dazu müssen die Kameraden aber in der Nähe sein.

Fehlendes und Fazit

Tri Force Heroes lässt an einige Stellen das wahre Zelda-Feeling vermissen. Die Welten sind zwar abwechselnd und groß, aber nicht so riesig wie in anderen Titeln der Reihe. Zudem vermisst man die schrulligen Nicht-Spieler-Charaktere, die einen mit wahnsinnigen und witzigen Sprüchen zu Lachen bringen. Wer nur auf den Einzelspielermodus zurückgreifen will, wird dabei etwas enttäuscht zurückbleiben – was echte Zelda-Fans natürlich nicht vom Kauf abhalten wird.

Die Negativpunkte klingen hart, doch ein Zelda-Titel muss sich eben an extrem hohen, selbstgeschaffenen Standards messen lassen. Absolut konträr zu diesen Kritikpunkten zeigt sich aber die andere Hälfte des Spiels: Tri Force Heroes ist kein schnell zusammengeschusterter Titel. sondern ein Versuch, bei dem Nintendo endlich etwas ganz Neues wagt. Und das richtig gut, denn als Multiplayer-Titel spielt Tri Force Heroes seine wahren Stärken aus. Die abwechselnden Aufgaben, die augenzwinkernde Story, der ansteigende Schwierigkeitsgrad und die perfekt umgesetzte Steuerung werden Spieler-Trios lange Zeit an den 3DS fesseln. (rfi)

Nav-AccountCreated with Sketch. rfi TimeCreated with Sketch.| Akt:
GametippGamesSpieleNintendoVideospiel

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema