"The Straches" – Ein Kommentar von C. Nusser

Heinz-Christian Strache und seine Ehefrau Philippa, hier beim Wahlkampfauftakt der FPÖ in Wels zur Nationalratswahl 2017.
Heinz-Christian Strache und seine Ehefrau Philippa, hier beim Wahlkampfauftakt der FPÖ in Wels zur Nationalratswahl 2017.Bild: picturedesk.com/APA
"Heute"-Chefredakteur Christian Nusser zieht die Wahlkampf-Bilanz.
Ob Netflix sich schon um die Serienrechte bemüht? "Landhaus of Cards" etwa ginge als Titel....

Langsam gehen die Scheinwerfer aus in diesem Wahlkampf voller Leuchten. Was mit Straches Ibiza-Video begann, endete in seinem Spesen-Wesen. Erstmals sah man zunächst den Film, das Drehbuch wurde nachgereicht. Man reibt sich die Augen. Die besten Seifenopern sieht neuerdings, wer den Fernseher abdreht.

Außer Späßen also wirklich nichts gewesen?

CommentCreated with Sketch.24 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Doch, doch. Ein Wahlkampf, der nicht schmutzig war, sondern (klein)kriminell. Österreich gehackt und geschreddert, gemustert und verhörbigert, die Handlung angesiedelt zwischen St. Tropez und einer Klosterneuburger Mietvilla. Mit SpitzenkandidatInnen, die sich wenig gut leiden konnten und das in so vielen TV-Auftritten wie noch nie auf offener Bühne zeigen durften.

Und jetzt? Wenn die Wahl so ausgeht, wie viele vermuten, steht Österreich am Montag ratlos da. Eine FPÖ im Grabenkampf, eine SPÖ auf Sinn- und KandidatInnensuche, die Grünen siegestrunken, die Neos ein Flaschengeist voller Wünsche, keiner frei. Kurz wird nicht wissen, wen er anrufen soll. Vielleicht geht er mit Van der Bellen ein paar Tage bergsteigen, über allen Gipfeln ist Ruh.

Was tun? Wählen gehen! Es geht immer noch um Österreich. Kein Politiker kann uns das kaputt machen. Hoffentlich.

Fotos: Philippa Strache im "Heute"-Interview



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