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"The Voice"-Juror wurde von Polizei gesucht

In der Musikshow "The Voice of Germany" gehört er zu den beliebsten Juroren. Nun möchte Samu Haber mit seiner dunklen Vergangenheit aufräumen.

Heute Redaktion
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Gemeinsam mit Musikerkollege <strong>Rae Garvey</strong> (re.) sitzt <strong>Samu Haber</strong> (li.) als Juror in der Jubiläumsstaffel von "The Voice of Germany".
Gemeinsam mit Musikerkollege Rae Garvey (re.) sitzt Samu Haber (li.) als Juror in der Jubiläumsstaffel von "The Voice of Germany".
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Derzeit sitzt "Sunrise Avenue"-Frontmann Samu Haber (44) als Gesangs-Coach in der Jubiläumsstaffel der beliebten Musikshow "The Voice of Germany". Doch bis dahin war es für den sympathischen Finnen ein harter Weg, der auch immer wieder mit dunklen Kapiteln gepflastert war. Nachdem sich der geläuterte Musiker bereits Anfang des Jahres wegen seines früheren Drogenmissbrauch vor Gericht musste, bringt er in seiner neu veröffentlichten Autobiografie weitere finstere Flecken seiner Vergangenheit ans Tageslicht: Samu war in seiner Jugend nicht nur in dubiose Geschäfte verwickelt, sondern wurde auch polizeilich gesucht.

Sänger jobbt in Betrügerbande

In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung erinnert sich der Künstler an seine Zeit in einem zwielichtigen Immobilienbüro. "Die Chefs sahen aus wie Kino-Mafiosis", erzählt der heute 44-jährige über seine ersten Arbeitgeber in Spanien. Auf der Straße musste er Touristen zum Glücksspielen überreden, nur um ihnen dann überteuerte Ferienwohnrechte anzudrehen. Während einige Mitglieder der Bande im Gefängnis landeten, wurde zwischenzeitlich auch nach Samu polizeilich gesucht. 

Vor seiner Karriere als "Sunrise Avenue"-Sänger war Musiker <strong>Samu Haber</strong> in betrügerische Geschäfte verwickelt.
Vor seiner Karriere als "Sunrise Avenue"-Sänger war Musiker Samu Haber in betrügerische Geschäfte verwickelt.
(Bild: Imago/Sebastian Gabsch)

Samu Haber: "Es war nicht alles richtig"

Der Musiker schaffte den Absprung und hat dank seiner Musik eine neue Perspektive bekommen. "Spanien war eine wichtige Erfahrung für mich", so Haber im Interview. "Vor allem weil ich merkte, dass diese Geschäfte mich nicht glücklich machen, sondern nur die Musik."

Rückblickend weiß er, dass er damals falsche Entscheidungen getroffen hat: "Es war nicht alles richtig, was ich tat", stellt der Künstler fest, ist aber glücklich, dass "Finnland und Deutschland Länder (sind, Anm.), in dem man eine neue Chance bekommt, wenn man für Fehler einsteht." Seinen Fans, für die Samu Haber trotz oder gerade wegen seiner Schwächen ein Vorbild bleibt, gibt er noch einen Ratschlag mit auf den Weg: "Ich hoffe, dass jeder sein Hirn benutzt und selbst nachdenkt, was richtig ist."

THE VOICE OF GERMANY
Donnerstag, 15. Oktober 2020
20.15 Uhr / ProSieben

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