Dominic Thiem hat im Podcast "Behind the Athletes" offen über seine Karriere gesprochen und dabei auch seinen größten Triumph reflektiert: den US-Open-Sieg 2020.
Vor dem Titel hatte der Niederösterreicher klare Vorstellungen: "Ich dachte damals, wenn ich nie einen Grand Slam gewinne, werde ich mein Leben lang unerfüllt sein. Und wenn ich einen hole, wird alles perfekt", erinnert sich Thiem.
Beim vierten Anlauf klappte es schließlich: In einem dramatischen Finale in New York rang er Alexander Zverev in fünf Sätzen nieder. Zuvor war er bereits mehrfach knapp gescheitert zweimal in Paris an Rafael Nadal und einmal bei den Australian Open an Novak Djokovic.
Doch die erhoffte Erfüllung blieb aus. "Ich war naiv", gesteht der mittlerweile zurückgetretene Ex-Weltranglistendritte. "Nach dem Sieg bin ich ziemlich hart auf den Boden der Realität zurückgeholt worden." Heute blickt Thiem anders auf seine Karriere: "Ich sehe alles als eine große Reise und die ist viel mehr wert als ein einzelner Titel."
Ein Markenzeichen seiner Laufbahn war seine einhändige Rückhand obwohl er ursprünglich mit zwei Händen spielte. "Ich war sogar österreichischer Meister mit der beidhändigen Rückhand", erzählt Thiem. Die Umstellung sei jedoch langfristig die bessere Entscheidung gewesen, auch wenn sie zunächst Rückschläge brachte.
Viele seiner Kollegen konnten den Wechsel nicht nachvollziehen. "Einige haben gesagt: 'Was machst du da? Hör auf damit und spiel wieder normal mit zwei Händen.' Aber ich bin dabei geblieben", so Thiem.