Viele Haushalte greifen regelmäßig zu Tiefkühlgemüse oder zur Konservendose. Doch welche Methode ist besser für die Gesundheit? Ein Vergleich zeigt klare Unterschiede bei Vitaminen und Mineralstoffen.
Bei Tiefkühlkost werden Obst und Gemüse bereits wenige Stunden nach der Ernte eingefroren. Das hat einen großen Vorteil: Die Gehalte an Mineralstoffen und Vitaminen sind noch sehr hoch und bleiben bei durchgängigen Minusgraden auch weitgehend erhalten. Zudem kommt Tiefgekühltes ohne Konservierungsmittel aus.
Anders sieht es bei der Konservendose aus, wie Utopia.de berichtet. Obst und Gemüse aus dem Glas oder der Dose haben einen geringeren Nährstoffgehalt. Der Grund: Das Produkt wird heiß sterilisiert, um Mikroorganismen abzutöten. Dabei leiden hitzeempfindliche Vitamine wie Vitamin C erheblich.
Ein weiterer Kritikpunkt: Konservendosen bestehen meist aus Weißblech oder Aluminium. Laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung kann Aluminium Wirkungen auf das Nervensystem sowie negative Effekte auf Nieren und Knochen haben.
Hinzu kommt, dass bei Dosenware meist Mischungen aus Wasser, Zucker, Säuren und teilweise auch Zusatzstoffen hinzugefügt werden. Die Innenfläche von Konservendosen wird mit Kunststoff versiegelt, der in der Vergangenheit häufig das gesundheitsbedenkliche Bisphenol A enthielt.
Bei der Ökobilanz liefert eine Studie des Freiburger Öko-Instituts ein überraschendes Ergebnis: Tiefkühlprodukte sind nicht klimaschädlicher als Produkte aus der Konservendose. Das Verbraucherverhalten hat sogar mehr Einfluss – wer mit dem Auto einkaufen fährt, verursacht mehr CO2 als durch die Wahl zwischen frisch und tiefgekühlt.
Im gesundheitlichen Vergleich liegt die Tiefkühlkost also eindeutig vor der Konservendose. Saisonale Lebensmittel bleiben jedoch die beste Wahl. Außerhalb der Saison kann man aber bedenkenlos auf Tiefkühlobst und -gemüse zurückgreifen.