Haustiere

Katze findet kranken Wellensittich – dann steigt die Wu

Ein stark verwahrloster Wellensittich hätte dank einer Mondseer Katze fast ein neues Leben begonnen. Jetzt hat die Pfotenhilfe einen wichtigen Appell.
Heute Tierisch
26.09.2023, 16:04
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Katzen bringen ihren Besitzern gerne allerhand nach Hause, doch bei diesem Geschenk musste ein Mann in Mondsee schlucken: Seine Fellnase brachte einen stark verwahrlosten Wellensittich aus dem Garten. Offenbar konnte die Katze den Vogel aufgrund seines katastrophalen Zustandes erwischen. Der Tierbesitzer brachte den Wellensittich umgehend zum Tierschutzhof Pfotenhilfe. Dort schlug das Schicksal zu.

Der Vogel starb kurz nach der Ankunft bei der Tierschutzorganisation.

Unfähig zu Essen

"Mit einem Schnabel, der so extrem lang und gebogen ist, kann man keine Nahrung aufnehmen", berichtet Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler. "Zudem waren seine Füße durch Räudemilben sehr stark verkrustet. Der Arme hat multiple Probleme gehabt und wäre wahrscheinlich in Kürze verhungert oder verdurstet."

Natürlich könnte es sich bei dem Wellensittich auch um ein entwischtes Tier handeln, dass sich selbst versuchte durch die Natur zu schlagen, doch Stadler hat eine andere Vermutung, die sie wütend macht: "Heimtierhaltung ist ein Bereich mit einer sehr hohen Dunkelziffer an stummem, verborgenen Tierleid. Es sind keine amtlichen Kontrollen von Tierhaltung in Privathaushalten vorgesehen. Es sei denn, es liegt eine Anzeige vor."

Nicht wegschauen

Deshalb appelliert die Pfotenhilfe nicht nur, sich eine eigene Heimtierhaltung vorher genauestens zu überlegen und alle Eventualitäten zu bedenken, sondern auch bei Tierhaltung im Bekannten- oder Verwandtenkreis immer genau hinzuschauen und die Halter auf Auffälligkeiten anzusprechen. Oft sind diese aus Alters- oder anderen Gründen nicht in der Lage, sich ausreichend um ihre Tiere zu kümmern. Andere verlieren nach kurzer Zeit das Interesse und ihre Tiere sind ihnen egal oder sogar lästig. Und dann werden diese so lange vernachlässigt, bis es zu spät ist. "Bei all diesen Fällen ist es lebenswichtig, dass sie über das Kontaktformular auf www.pfotenhilfe.at gemeldet werden. Wenn nötig, werden diese Hinweise vertraulich behandelt und anonymisiert an die Behörden weitergegeben."

"Bitte schauen Sie bei Tierleid nicht weg. Unsere Mitlebewesen leiden stumm, denn sie können nicht für sich selbst sprechen und sind auf aufmerksame Tierfreunde angewiesen!", appelliert Stadler an die Bevölkerung anlässlich des bevorstehenden Welttierschutztags am 4. Oktober.

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