Es wuselt in der Kinderstube der Wildtierstation

Gleich vier Marderbabys befinden sich nun in der Obhut der Pfotenhilfe in Lochen.
Gleich vier Marderbabys befinden sich nun in der Obhut der Pfotenhilfe in Lochen.©Pfotenhilfe
Gleich vier hilflose Marderbabys befinden sich zurzeit in der Obhut der Pfotenhilfe in Lochen. Die Wildtierstube bekam somit niedlichen Zuwachs.

Augen auf! Gleich vier Steinmarder-Babys wurden bei einem Abriss einer Hütte in Oberndorf bei Salzburg am Anfang der Woche entdeckt und vorsorglich zur Wildtierstation der Pfotenhilfe im oberösterreichischen Lochen gebracht. Durch die Baustelle waren die Kleinen in Lebensgefahr und auch die Mutter hätte sich aus Angst vor den Menschen nicht mehr zu ihren Jungtieren getraut.

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Fütterungszeit alle drei Stunden

"Ich muss ihnen alle drei Stunden mit einer speziellen Spritze Ersatzmilch eingeben - auch nachts. Die Steinmarderbabys wären sicher verhungert oder vorher an Unterkühlung gestorben, weil die Mutter nicht zurückkommt, wenn sie Angst vor den Menschen hat. Im konkreten Fall waren sie auch noch durch die Bauarbeiten gefährdet", erzählt Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler. Ein kleiner Bub und drei Mädchen wurden auf die klingenden Namen "Rocky", "Elfe", "Loreley" und "Fee" getauft.

Wildtierhotline:

Rufen Sie bei der Pfotenhilfe an, ob das Tier wirklich Hilfe benötigt und zu ihnen gebracht werden soll.
Mit Fotos oder kurzen Videos des Tieres können sie wesentlich besser die Situation beurteilen und helfen.

+43 664 541 50 79

Wildvogelwaisentipps finden Sie unter:
www.wildvogelhilfe.org
oder auch für andere Wildtierarten unter:
www.eulen-greifvogelstation.at/erste-hilfe-fuer-wildtiere/

Gäste bis zum Herbst

Die Vierlinge können erst im Herbst ausgewildert werden. Bis dahin kommen sie nach der Handaufzucht in eine Auswilderungsvoliere, wo sie mit der Zeit immer wilder und auf die Freiheit vorbereitet werden. Im März/April kommen Marderbabys zur Welt, weshalb die Pfotenhilfe in den nächsten Wochen erfahrungsgemäß mit weiteren Tieren rechnet - doch dies ist auch gut so: "Wildtierwaisen und verletzte Wildtiere sind kein Spielzeug und gehören unbedingt in Profihände", so Stadler. "Bei Fehlern können die Tiere nicht mehr ausgewildert werden und sterben in der Wildnis. So wurden uns in den letzten zwei Wochen zwei zahme, fehlgeprägte Krähen gebracht, eine mit gebrochenem Flügel, eine ist geschwächt am Boden gelegen, weil sie offensichtlich nicht in der Lage ist, selbstständig Futter zu suchen."

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